ganz und gar damit beschäftigt war die vermischten Töne zu analysieren und unter allen Stimmen die des Herrn Rochester herauszufinden und als mir das ge lungen war was nicht lange anstand so fand ich ein weiteres Vergnügen darin die Töne welche die Entfer nung undeutlich machte zu artikulierten Worten zu vervoll ständigen Es schlug elf Ich blickte Adele an deren Kopf sich an meine Schulter lehnte ihre Augen wurden schwer und ich trug sie daher in ihr Bett Es war nicht weit von ein Uhr als die Herren und Damen sich auf ihre Zimmer zurückzogen Der nächste Tag war so schön wie der eben verflossene die Gesellschaft hatte sich vorgenommen ihn zu einem Ausfluge in die Nachbarschaft zu benutzen Schon früh morgens machte man sich auf den Weg einige zu Pferd die übrigen zu Wagen und ich sah die Gesellschaft sowohl weggehen als zurückkommen Fräulein Blanche war wie den Tag zuvor die einzige Dame zu Pferd und wie zuvor galoppierte Herr Rochester an ihrer Seite dahin beide ritten in einer kleinen Entfernung von den übrigen Ich machte Frau Fairfax die mit mir am Fenster stand auf diesen Umstand aufmerksam Sie sagten es sei nicht wahrscheinlich daß sie daran dächten sich zu heiraten sagte ich aber Sie sehen Herr Rochester zieht sie offenbar jeder der andern Damen vor Ja ia ohne Zweifel bewundert er sie Wie auch sie ihn bewundert sette ich hinzu sehen Sie doch wie sie ihren Kopf zu ihm hinneigt als hätte sie ihm etwas Ver trauliches zu sagen Ich wollte ich könnte ihr Gesicht sehen denn bis jetzt ist mir das nicht gelungen Sie sollen sie diesen Abend zu sehen bekommen erwiderte Frau Fairfax Ich bemerkte Herrn Rochester zufällig wie sehr Adele wünschte sich den Damen vorstellen zu dürfen und er sagte Sie mag nach dem Diner in das Gesellschaftszimmer kommen und Fräulein Eyre kann sie begleiten Er hat das aus bloßer Höflichkeit gesagt meine Anwesenheit wird gewiß nicht sehr gewünscht antwortete ich Gut ich bemerkte ihm daß Sie nicht an Gesellschaften ge wohnt seien daß ichnicht glaubte Sie würden gern vor so vornehmer Gesellschaft lauter Fremden erscheinen und er hat in seiner barschen Weise geantwortet Unsinn Wenn sie etwas dagegen haben sollte so sagen Sie ihr nur es sei mein ausdrücklicher Wunsch und wenn sie sich weigert so sagen Sie ihr ich würde wenn sie sich halsstarrig zeigt selbst kommen und sie holen Ich will ihm diese Mühe ersparen sagte ich Ich will gehen wenn es nicht anders sein kann aber lieb ist es mir nicht Werden Sie da sein Frau Fairfax Nein ich entschuldigte mich und er nahm meine Entschuldig ung an Ich will Ihnen nun sagen wie Sie es zu machen haben um sich die Verlegenheit eines förmlichen Eintritts zu ersparen was sicherlich das Unangenehmste an der Sache wäre Sie müssen in das Gesellschaftszimmer gehen solange es noch leer ist ehe die Damen die Tafel verlassen setzen Sie sich in irgend einen Winkel Sie brauchen nicht lange zu bleiben wenn einmal die Herren eingetreten