ich habe von Schutzgeistern gehört in dem albernsten Märchen liegt ein Körnchen Wahrheit Meine teure Retterin gute Nacht Es war eine seltsame Kraft in seiner Stimme ein seltsames Feuer in seinem Blicke Ich bin nur froh daß ich gerade wachte sagte ich und wollte dann gehen Wie Sie wollen gehen Mich friert Herr Rochester Sie friert Das ist kein Wunder Sie stehen ja in einem Wasserpfuhl So gehen Sie denn Jane gehen Sie Aber er hielt meine Hand immer noch fest und ich konnte sie nicht losbekommen Ich dachte auf ein Auskunftsmittel ich glaube ich höre Frau Fairfax sich rühren Herr Rochester sagte ich Gut so verlassen Sie mich Er ließ meine Hand fahren und ich eilte hinaus Ich begab mich wieder zu Bett dachte aber keinen Augenblick daran wieder einzuschlafen Bis zur Zeit der Morgendämmerung wurde ich auf einer hochgehenden See umhergeworfen wo Wogen der Unruhe zwischen Wogen der Freude rollten Zuweilen glaubte ich jenseit seiner wilden Wasser ein Ufer zu erblicken lieblich wie die Hügel von Beulah und dann und wann trug eine frische Kühle von der Hoffnung erweckt meinen Geist triumphierend zu dem Ziele hin Aber ich konnte es nicht erreichen nicht einmal in der Phantasie ein ungünstiger Wind wehte vom Land entgegen und trieb mich beständig zurück Der Verstand widerstand dem Wahne die Urteilskraft warnte die Leidenschaft Zu fieberhaft aufgeregt um zu schlafen stand ich auf sobald es dämmerte Sechzehntes Kapitel Ich wünschte und fürchtete zu gleicher Zeit Herrn Rochester an dem Tage der auf diese schlaflose Nacht folgte wiederzusehen ich mußte seine Stimme wieder hören und doch scheute ich mich seinem Blicke zu begegnen Während der ersten Morgenstunden erwartete ich jeden Augenblick daß er mich aufsuchen würde Er pflegte zwar nicht häufig in das Schulzimmer zu kommen doch zeigte er sich bisweilen auf einige Minuten und es war mir als könne er nicht umhin es an diesem Tage zu besuchen Allein der Morgen verstrich wie gewöhnlich es geschah nichts was den ruhigen Gang von Adeles Lektionen unterbrochen hätte nur hörte ich bald nach dem Frühstück in der Nähe von Herrn Rochesters Zimmer einige Leute hin und herrennen Frau Fairfax Stimme sowie die von Leah und der Köchin erschallen Da vernahm ich Worte wie folgende Welch ein Glück daß der Herr nicht in seinem Bette verbrannt ist Es ist stets gefährlich bei Nacht ein brennendes Licht in seinem Zimmer zu haben Wie glücklich fügte es die Vorsehung daß er so viel Geistesgegenwart hatte an den Wasserkrug zu denken Es nimmt mich Wunder daß er niemand geweckt hat Hoffentlich wird er sich nicht im Bibliothekzimmer erkältet haben u s w Als dann zum Diner geläutet wurde und ich an Herrn Rochesters Zimmer vorüberkam konnte ich durch die offene Tür hindurch sehen daß alles wieder vollständig in Ordnung war nur fehlten noch die Vorhänge an dem Bett Leah zeigte sich in der Fenstervertiefung beschäftigt mit dem Abreiben der durch den Rauch getrübten Fensterscheiben Ich war im Begriffe sie anzureden denn ich hätte gern gewußt wie man sich die