so laut Madame sagte Bessie entschuldigend Laß sie nur war die Antwort Laß Bessie 's Hand los Kind es wirr Dir nicht gelingen auf solche Weise herauszukommen Ich verabscheue die List besonders bei Kindern es ist meine Pflicht Dir zu zeigen daß Du durch Ränke nicht Deinen Zweck erreichst Du wirst jetzt eine Stunde länger hier bleiben und nur unter der Bedingung der vollkommenen Unterwürfigkeit und Stille werde ich Dich dann befreien O Tante haben Sie Mitleid Verzeihen Sie mir Ich kann es nicht ertragen bestrafen Sie mich auf eine andere Weise Ich werde sterben wenn “Still Diese Heftigkeit ist empörend ” So kam es ihr ohne Zweifel vor Ich war in ihren Augen eine frühreife Schauspielerin sie hielt mich für eine Vereinigung glühender Leidenschaften niedrigen Geistes und gefährlicher Falschheit Als Bessie und Abbot sich zurückgezogen hatten schob mich Mistreß Reed aufgebracht Uber meine wahnsinnige Angst und mein heftiges Schluchzen ohne Weiters wieder in das Zimmer zurück und schloß mich wieder ein Ich hörte sie fortrauschen und bald nachdem sie fort war sank ich in Ohnmacht und Bewußtlosigkeit schloß die Scene Drittes Kapitel Als ich wieder erwachte geschah es mit einem Geist als hätte ich ein furchtbares Alpdrücken gehabt und ich sei vor mir einen schrecklichen rothen Schein der von schwarzen Stangen durchkreuzt war Ich hörte auch Stimmen die in hohlem Ton sprachen als würden sie von dem Rauschen des Windes oder Wassers erstickt Aufregung Ungewißheit und die vorherrschende Empfindung des Schreckens verwirrten meine geistigen Fähigkeiten Bald wurde ich gewahr das mich Jemand anfaßte mich erhob und mich in sitzender Stellung unterstützte und zwar sanfter als man mich je vorher aufgerichtet oder unterstützt hatte Mein Kopf lag auf einem Kissen oder auf einem Arme und ruhe welch Nach wenigen Minuten verschwand die Wolke der Verwirrung ich wußte daß ich in meinem Bette lag und daß der rothe Schein von dem Feuer des Kamins in der Kinderstube berührte Es war Nacht ein Licht brannte auf den Tische Bessie stand ein Becken in der Hand am Fußende des Bettes ein Herr saß auf einem Stuhle neben meinen Kopfkissen und neigte sich über mich Ich empfand eine unaussprechliche Erleichterung eine besänftigende Ueberzeugung des Schutzes und der Sicherheit als ich wußte daß ein Fremder im Zimmer war eine Person die nicht zu Gateshead gehörte und nicht mit Mistreß Reed verwandt war Mich von Bessie abwendend obgleich ihre Gegenwart mir viel weniger luftig war als die der Miß Abbot gewesen sein wurde beobachtete ich das Gesicht des Herrn Ich kannte ihn es war Herr Lloyd ein Apotheker und Wundarzt der zuweilen von Mistreß Reed gerufen wurde wenn ihre Diener krank waren wogegen Gesund ihre Kinder einen Arzt gebrauchten Nun wer bin ich fragte er Ich nannte seinen Namen und reichte ihm zugleich meine Hand Er nahm sie lächelte und sagte Es wird schon nach und nach besser mit uns werden Dann legte er mich nieder redete Bessie an und trug ihr auf sehr vorsichtig zu sein daß ich während der Nacht nicht gestört werde Nachdem