— einen Gegenstand den wir nie verhandeln sollten schon der Name der Liebe ist ein Zankapfel zwischen uns — wenn die Wirklichkeit gefordert würde was sollten wir thun Wie sollten wir fühlen Mein lieber Vetter geben Sie Ihren Heirathsplan auf — vergessen Sie ihn“ “Nein “ sagte er “es ist ein lange genährter Gedanke und der einzige der meinen großen Plan sichern kann aber ich will für jetzt nicht weiter in Sie dringen Morgen gehe ich nach Cambridge ich habe dort viele Freunde denen ich gern Lebewohl sagen möchte Ich werde vierzehn Tage abwesend sein — Benutzen Sie diese Zeit um mein Anerbieten zu überlegen und vergessen Sie nicht daß Sie wenn Sie es ausschlagen nicht mir etwas verweigern sondern Gott Er wendet mich als Mittel an Ihnen eine edle Laufbahn zu eröffnen nur als mein Weib können Sie dieselbe betreten Weigern Sie sich mein Weib zu werden und Sie beschränken sich auf immer auf ein Leben selbstsüchtiger Ruhe und unfruchtbarer Ruhelosigkeit Zittern Sie dass Sie in dem Falle unter diejenigen gezählt werden die den Glauben verleugnet haben und schlimmer sind als die Ungläubigen “ Er hatte ausgeredet wendete sich von mir und überblickte noch einmal Bach und Hügel Aber diesmal waren alle seine Gefühle in seinem Herzen verschlossen ich war nicht würdig sie aussprechen zu hören Als ich an seiner Seite heimwärts ging las ich deutlich in seinem eisernen Schweigen Alles was er für mich fühlte die Täuschung einer strengen und despotischen Natur die Widerstand gefunden wo sie Unterwerfung erwartete — die vereitelte Hoffnung eines kalten und unbeugsamen Urtheils das in einem Andern Gefühle und Ansichten entdeckt hat womit es nicht übereinzustimmen vermag kurz als Mann hätte er gewünscht mich zum Gehorsam zu zwingen nur als aufrichtiger Christ ertrug er geduldig meine Verkehrtheit und erlaubte mir eine so lange Pause zum Nachdenken und zur Reue Als er an jenem Abend seine Schwestern geküßt hatte hielt er es für gut zu vergessen mir auch nur die Hand zu drücken und verließ schweigend das Zimmer Ich die ich zwar keine Liebe aber viel Freundschaft für ihn hegte wurde durch diese absichtliche Uebergehung verletzt so daß mir Thränen in die Augen traten “Ich sehe Du und Saint John haben mit einander gezankt Johanna während Ihr auf dem Moor spazieren gegangen “ sagte Diana “Aber geh ihm nach er verweilt jetzt im Gange und erwartet Dich — er will es wieder gut machen.“ Ich empfinde nicht viel Stolz unter solchen Umständen ich bin immer lieber heiter als würdevoll und ich lief ihm nach und traf ihn am Fuße der Treppe “Gute Nacht Saint John “ sagte ich “Gute Nacht Johanna “ versetzte er ruhig “So reichen Sie mir die Hand “ fügte ich hinzu Welchen kalten leichten Druck gab er meinen Fingern Er war sehr unzufrieden mit dem was an jenem Tage geschehen war Herzlichkeit konnte ihn nicht erwärmen Thränen ihn nicht rühren Keine freudige Versöhnung war von ihm zu erlangen — kein heiteres Lächeln kein edelmüthiges Wort aber dennoch war der Christ