der Ankunft in Indien und dem Grabe angefüllt werden O ich weiß es wohl auch das ist mir sehr klar Wenn ich mich anstrenge Saint John zufrieden zu stellen bis meine Sehnen zerreißen so werde ich ihn bis zu dem feinsten Mittelpunkt und dem weitesten Kreise seiner Erwartungen zufriedenstellen Wenn ich mit ihm gehe — wenn ich das Opfer bringe welches er fordert so soll es vollkommen geschehen ich will Alles auf den Altar werfen — Herz und Eingeweide das ganze Opfer Er wird mich nimmer lieben aber er wird mich billigen ich will ihm Kräfte zeigen die er noch nie gesehen Hülfsquellen die er nie vermuthet hat Ja ich kann so schwer arbeiten wie er und dabei eben so wenig murren Ich sollte also wenn möglich in seine Forderung willigen — wäre nur Eins nicht — ein schrecklicher Umstand Er will daß ich sein Weib werden soll und hat nicht mehr das Herz eines Gatten für mich als jener drohende Riesenfels von welchem der Bach sich schäumend in jene Schlucht hinunter ergießt Er schätzt mich wie ein Soldat eine gute Waffe schätzt und das ist Alles Unverheirathet mit ihm würde mich dies Alles nicht kümmern aber kann ich denn seine Berechnungen vollenden kalt seine Pläne in Ausführung bringen lassen die Hochzeitsceremonie durchmachen Kann ich von ihm den Brautring empfangen alle die Förmlichkeiten der Liebe ertragen die er ohne Zweifel gewissenhaft beobachten würde und doch wissen daß der Geist gänzlich abwesend ist Kann ich das Bewußtsein ertragen daß jede Liebkosung die er mir zutheilt ein auf Grundsätzen beruhendes Opfer ist Nein ein solches Martyrerthum wäre entsetzlich Ich will mich demselben nimmermehr fügen als seine Schwester könnte ich ihn begleiten — nicht als sein Weib das will ich ihm sagen Ich blickte nach der Erhöhung hin dort lag er so still wie eine ausgestreckte Säule sein Gesicht wendete sich zu mir sein Auge strahlte wachsam und lebhaft Er sprang auf und näherte sich mir “Ich bin bereit nach Indien zu gehen wenn ich frei dorthin gehen kann.“ “Ihre Antwort macht eine Erklärung nöthig “ sagte er “Sie ist nicht klar“ “Sie sind bisher mein Adoptivbruder gewesen — ich Ihre Adoptivschwester lassen Sie uns das bleiben es wird besser sein wenn wir Beide uns nicht miteinander verheirathen.“ Er schüttelte den Kopf Adoptirte Geschwisterschaft ist in diesem Falle nicht ausreichend Wenn Sie meine wirkliche Schwester wären da wäre die Sache anders ich würde Sie mitnehmen und kein Weib suchen Aber wie die Sache steht muß unsere Vereinigung entweder geheiligt und durch die Ehe besiegelt werden oder sie kann nicht existiren unübersteigliche Hindernisse stellen sich jedem andern Plane in den Weg Sehen Sie es ein Johanna Denken Sie einen Augenblick nach — Ihr starker Verstand wird Sie leiten.“ Ich dachte nach und mein Verstand sagte mir wieder daß wir einander nicht liebten wie Mann und Weib einander lieben sollen und zog daraus die Folgerung daß wir einander nicht heirathen müßten Ich antwortete “Saint John ich betrachte Sie als einen Bruder — Sie mich als