üble Behandlung gewöhnt fiel es mir nie ein darauf zu erwidern meine Sorge war nur wie ich den Schlag ertragen sollte der gewiss auf die Schmähung folgen mußte Was thatest Du dort hinter dem Vorhange fragte er Ich las Zeige das Buch Ich kehrte zum Fenster zurück und holte es von dort her Du hast kein Recht unsere Bücher zu nehmen Mama sagt Du bist abhängig Du hast kein Geld Dein Vater hat Dir keins hinterlassen Du solltest betteln und hier nicht mit anständigen Kindern wie wir sind zusammen leben mit uns essen und Kleider tragen auf Kosten unserer Mutter Nun will ich Dich lehren meinen Bücherschrank zu durchstöbern denn er ist mein das ganze Haus ist mein oder wird mir doch in wenigen Jahren gehören Geh und stelle Dich an die Thür fern von dem Spiegel und den Fenstern Ich that es da ich nicht gleich wußte was seine Absicht war als ich ihn aber das Buch erheben und schwingen sah sprang ich instinktmäßig mit einem Schrei des Schreckens auf die Seite doch nicht früh genug das Buch traf mich ich fiel hin und verwundete meinen Kopf an der Thür Die Wunde blutete der Schmerz war heftig mein Schrecken hatte den höchsten Grad erreicht Andere Gefühle folgten Böser grausamer Junge sagte ich Du gleichst einem Mörder Du gleichst einem Sclaventreiber Du gleichst den römischen Kaisern Ich hatte Goldsmith 's Geschichte von Rom gelesen und mir meinen Begriff von Nero und Caligula gebildet Auch hatte ich in der Stille Parallelen gezogen die ich nie laut auszusprechen beabsichtigte Was was rief er Sagte sie das zu mir Hörtet Ihr es Elise und Georgine Soll ich es nicht Mama sagen Aber vorher Er lief plötzlich auf mich zu ich fühlte wie er mein Haar und meine Schulter ergriff er hatte sich an ein verzweifeltes Geschöpf gewagt Ich sah in der That einen Tyrannen einen Mörder in ihm Ich fühlte wie einige Blutstropfen von meinem Kopfe auf meinen Hals niederfielen und empfand einen stechenden Schmerz diese Empfindungen überwanden für den Augenblick die Furcht und ich empfing ihn auf wahnsinnige Weise Ich weiß nicht recht was ich mit meinen Händen that doch er nannte mich Ratte Ratte ” und brüllte laut Hülfe war ihm nahe Elise und Georgine holten Mistreß Reed herbei die die Treppe hinaufgegangen war sie trat jetzt auf den Schauplatz Bessie und ihr Kammermädchen Abbot folgten ihr Wir wurden getrennt und ich hörte die Worte O Himmel welch eine Furie auf Monsieur John loszustürzen Sah je ein Mensch eine solche Leidenschaft Dann fügte Mistreß Reed hinzu Bringt sie in das rothe Zimmer und schließt sie dort ein Vier Hände ergriffen mich sogleich und ich wurde die Treppe hinaufgetragen Zweites Kapitel Ich widersetzte mich den ganzen Weg über was bei mir etwas Neues war und sehr dazu beitrug die schlimme Meinung zu verstärken die Bessie und Miß Abbot von mir zu hegen geneigt waren Ich war in der That ein wenig außer mir ich wuste daß eine augenblickliche Empörung mich schon schweren