vom Schicksal bestimmt zu sein schien die Wahrheit des Sprichworts zu beweisen daß das Unglück nie allein kommt und das Leiden dadurch noch zu vermehren daß der Becher scherzend von der Lippe hinweggerissen wurde Saint John ging einen Brief lesend am Fenster vorüber und trat ein Unser Oheim John ist todt sagte er Beide Schwestern schienen betroffen nicht ergriffen oder erschrocken Die Nachricht erschien ihnen mehr plötzlich als betrübend Todt wiederholte Diana “Ja.“ Sie heftete einen forschenden Blick auf das Gesicht ihres Bruders Und was weiter “ fragte sie in leisem Tone Was denn — Diana “ versetzte er eine marmorne Unbeweglichkeit der Züge behauptend Was weiter Nun — nichts Lies.“ Er warf ihr den Brief in den Schooß Sie überblickte ihn und reichte ihn Maria Maria las ihn schweigend und gab ihn ihrem Bruder zurück Alle Drei sahen einander an und alle Drei lächelten — es war ein trauriges sinnendes Lächeln Amen Wir können dennoch leben sagte Diana endlich Auf alle Fälle sind wir nicht schlimmer daran als vorher bemerkte Maria Nur drängt es meinem Geiste mächtig das Bild von dem auf was hätte geschehen können sagte Herr Rivers “und stellt es dem was ist etwas zu lebhaft gegenüber.“ Er faltete den Brief zusammen schloß ihn in sein Pult ein und ging wieder hinaus Einige Minuten lang sprach Niemand Diana wendete sich zu mir Johanna Sie werden sich über uns und unsere Geheimnisse wundern sagte sie und uns für hartherzige Geschöpfe halten daß wir durch den Tod eines so nahen Verwandten wie ein Oheim ist nicht mehr bewegt werden aber wir haben ihn nie gesehen oder gekannt Er war meiner Mutter Bruder Mein Vater und er hatten vor langer Zeit einen Streit miteinander Auf seinen Rath wagte mein Vater den größten Theil seines Vermögens an eine Speculation die ihn zu Grunde richtete Gegenseitige Beschuldigungen gingen zwischen ihnen vor sie trennten sich im Zorn und versöhnen sich nie Mein Oheim ließ sich später auf glücklichere Unternehmungen ein und wie es scheint hat er sich ein Vermögen von zwanzigtausend Pfund erworben Er war nie verheirathet und hatte keine nahen Verwandten als uns und eine andere Person die nicht näher mit ihm verwandt war als wir Mein Vater gab sich immer dem Gedanken hin daß er seinen Fehler wieder gut machen und uns sein Vermögen hinterlassen würde Dieser Brief benachrichtigt uns daß er Alles der andern Verwandten gegeben mit Ausnahme von dreißig Guineen die zwischen Saint John Diana und Maria Rivers sollen getheilt werden um drei Trauerringe dafür zu kaufen Er hatte natürlich ein Recht zu handeln wie er wollte und doch wird der Geist bei Empfang solcher Nachrichten niedergedrückt Maria und ich würden uns für reich gehalten haben wenn jede tausend Pfund erhalten hätte und für Saint John wäre eine solche Summe sehr schätzbar gewesen wegen der Wohlthaten die er damit hätte thun können.“ Nach dieser Erklärung ließ man den Gegenstand fallen und weder Herr Rivers noch seine Schwestern erwähnten ihn weiter Am folgenden Tage verließ ich Marsh End und begab