Elise nannte wie er sonst zu thun pflegte Können Sie mir nun sagen ob es wirklich wahr ist dass Herr Rochester Ihnen den Antrag gemacht hat ihn zu heirathen Lachen Sie nicht über mich aber ich glaubte wirklich er sei vor fünf Minuten hier hereinkommen und habe gesagt in einem Monat würden Sie seine Frau sein.“ Er hat mir dasselbe gesagt versetzte ich Wirklich Glauben Sie ihm Haben Sie eingewilligt Ja Sie sah mich verwirrt an Das hätte ich nie gedacht Er ist ein stolzer Mann alle Rochesters waren stolz und sein Vater wenigstens liebte das Geld Auch ihn hat man immer für vorsichtig gehalten Er will Sie also heirathen So sagt er mir Sie betrachtete meine ganze Person und ich las in ihren Augen daß sie an mir keinen so mächtigen Reiz fand um das Räthsel zu lösen Das geht über meinen Verstand fuhr sie fort aber ohne Zweifel ist es wahr da Sie es sagen Wie die Sache ausfallen wird kann ich nicht sagen das weiß ich in der That nicht Gleichheit des Standes und Vermögens ist oft in solchen Fällen rathsam und er ist zwanzig Jahre älter als Sie er könnte fast Ihr Vater sein Nein in der That nicht Mistreß Fairfax rief ich verletzt er hat Nichts Väterliches an sich Niemand der uns bei einander gesehen hätte es nur einen Augenblick vermuthen können Herr Rochester sieht so jung aus wie manche Männer von fünf und zwanzig Jahren Will er Sie wirklich aus Lebe heirathen fragte sie Ich war so verletzt von ihrer Kälte und ihrem Zweifel daß mir die Thränen in die Augen traten Es thut mir leid Sie zu kränken fuhr die Wittwe fort aber Sie sind noch so jung und so wenig mit den Männern bekannt daß ich Sie warnen möchte Ein altes Sprichwort sagt Es ist nicht Alles Gold was glänzt und in diesem Falle fürchte ich wird man etwas anders finden als Sie oder ich es erwarten Warum bin ich denn ein Ungeheuer sagte ich Ist es unmöglich daß Herr Rochester eine aufrichtige Neigung zu mir hegen sollte Nein Sie sind ganz hübsch Ihr Aussehen hat sich in der letzten Zeit sehr verbessert und ich glaube auch daß Herr Rochester viel auf Sie hält Ich habe immer bemerkt daß er sich besonders gern mit Ihnen unterhielt Zu Zeiten war ich schon um Ihretwillen wegen dieses unverkennbaren Vorzugs ein wenig unruhig und wünschte Sie zu warnen doch wollte ich nicht die Möglichkeit eines Unrechts andeuten Ich wußte ein solcher Gedanke würde Sie erschüttern und vielleicht beleidigen und da ich Sie immer so verständig bescheiden und vorsichtig gesehen so hoffte ich Sie würden sich schon selbst schützen Ich kann Ihnen nicht sagen was ich am letzten Abend ausgestanden als ich Sie im ganzen Hause gesucht und Sie nirgends finden konnte und den Herrn auch nicht bis ich Sie endlich um zwölf Uhr mit ihm allein kommen sah Nun denken Sie jetzt nicht weiter daran fiel ich ungeduldig ein es ist genug daß Alles recht