das Geschehene nach und es war mir als sei es ein Traum gewesen Ich konnte mich nicht von der Wirklichkeit überzeugen bis ich Herrn Rochester wiedergesehen und die Erneuerung der Worte der Liebe und der Versprechungen gehört Während ich mein Haar machte betrachtete ich mein Gesicht im Spiegel und fühlte daß es nicht mehr einfach sei es lag Hoffnung in seinem Ausdruck Leben in seiner Farbe und meine Augen erschienen als hätten sie die Quelle des Genusses gesehen und Strahlen von dem glänzenden Geriesel erborgt Oft hatte ich meinen Herrn nicht gern angesehen weil ich gefürchtet es möchte ihm mein Aussehen nicht gefallen aber jetzt hielt ich mich überzeugt mein Gesicht erheben zu können ohne durch den Ausdruck desselben seine Zärtlichkeit abzukühlen Ich nahm ein reines und leichtes Sommerkleid aus meiner Kommode und legte es an Es schien mir als habe mir nie ein Kleid so gut gestanden weil ich nie eins in so wonnevoller Stimmung getragen Ich war nicht überrascht als ich in den Vorsaal hinunterlief und bemerkte daß ein glänzender Juliusmorgen auf das Gewitter der Nacht gefolgt war und ich durch die offene Glasthür den frischen Hauch des duftigen Windes fühlte Die Natur mußte heiter sein wenn ich glücklich war Eine Bettlerin mit ihrem kleinen Knaben beide bleich und zerlumpt kamen den Weg herauf ich lief ihnen entgegen und gab ihnen alles Geld welches ich in meiner Börse hatte und welches sich auf drei oder vier Schillinge belief gut oder schlecht sie mußten an meiner Wonne Theil nehmen Die Dohlen krächzten und die kleinen Vögel sangen aber Nichts war so heiter und musikalisch wie mein eigenes freudiges Herz Mistreß Fairfax überraschte mich sah mit traurigem Gesichte aus dem Fenster und sagte ernsthaft Miß Eyre wollen Sie zum Frühstück kommen Während des Mahles war sie ruhig und kalt aber ich konnte sie jetzt nicht enttäuschen Ich mußte meinen Herrn erwarten um mir Erklärungen zu geben und so lange mußte sie sich auch beruhigen Ich aß so viel ich konnte und eilte dann die Treppe hinauf mir begegnete Adele die das Schulzimmer verließ Wohin gehst Du Es ist Zeit den Unterricht zu beginnen Herr Rochester hat mich in die Kinderstube geschickt Wo ist er Da drinnen antwortete sie auf das Zimmer deutend welches sie verlassen hatte Ich ging hinein und da stand er vor mir Komm und sage mir guten Morgen sagte er Ich eilte freudig auf ihn zu denn ich erhielt nicht bloß ein kaltes Wort oder einen Händedruck sondern eine Umarmung und einen Kuß Es schien natürlich so von ihm geliebt und geliebkost zu werden Johanna Du siehst blühend lächelnd und hübsch aus sagte er diesen Morgen bist Du wahrhaft schön Ist dies meine kleine blasse Elfe Ist dies mein Senfsaamen Dies kleine Mädchen mit dem sonnigen Gesicht mit dem Grübchen in den Wangen und den rosigen Lippen dem nußbraunen Seidenhaar und den nußbraunen glänzenden Augen Ich hatte grünliche Augen Leser aber Du mußt den Irrthum entschuldigen denn ich glaube für ihn hatten sie eine neue Farbe angenommen