mir jetzt wird Sie zu verlassen Ich rede jetzt nicht nach Sitte und Herkommen noch auch vermöge des menschlichen Fleisches zu Ihnen nein es ist mein Geist der Ihren Geist anredet gerade als wenn wir Beide schon durch die schwarze Pforte des Grabes gegangen wären und gleich wie wir sind zu Gottes Füßen ständen Wie wir sind wiederholte Herr Rochester so fügte er hinzu mich in seine Arme schließend und seine Lippen auf die meinigen drückend so Johanna Ja so Herr versetzte ich und doch nicht so denn Sie sind ein verheiratheter Mann oder doch so gut wie verheirathet und zwar an eine die Ihnen untergeordnet ist für die Sie keine Sympathie empfinden die Sie nicht wahrhaft lieben wie ich glaube denn ich habe gesehen und gehört wie Sie ihrer spotteten Ich würde eine solche Verbindung mit Verachtung zurückweisen darum bin ich besser als Sie lassen Sie mich gehen Wohin Johanna nach Irland Ja nach Irland Ich habe meine Gesinnung ausgesprochen und kann jetzt überall hingehen Sein Sie ruhig Johanna kämpfen Sie nicht wie ein wilder wüthener Vogel der in seiner Verzweiflung sein eigenes Gefieder zerreist Ich bin kein Vogel und in keinem Netz gefangen ich bin ein freies menschliches Wesen mit unabhängigem Willen den ich jetzt anwende um Sie zu verlassen Eine zweite Anstrengung machte mich frei und ich stand gerade vor ihm Und Ihr Wille soll Ihr Geschick entscheiden sagte er Ich biete Ihnen meine Hand mein Herz und einen Antheil an allen meinen Besitzungen an Sie spielen eine Posse worüber ich nur lachen kann Ich fordere Sie auf an meiner Seite durch 's Leben zu gehen mein zweites Ich und meine beste irdische Genossin zu sein Sie haben bereits Ihre Wahl getroffen und müssen dabei bleiben Johanna schweigen Sie nur wenige Augenblicke Sie sind zu sehr aufgeregt auch ich will schweigen Ein Windstoß kam den Lorbeerngang daher und bebte durch die Zweige des Kastanienbaumes wanderte weiter und weiter zu unendlicher Ferne und erstarb dann Der Gesang der Nachtigall war die einzige Stimme zu jener Stunde indem ich darauf horchte weinte ich wieder Herr Rochester saß still da und sah mich milde und ernsthaft an Einige Zeit verging ehe er sprach Kommen Sie an meine Seite Johanna sagte er endlich damit wir uns mit einander verständigen Ich will nie wieder an Ihre Seite kommen ich bin jetzt hinweggerissen und kann nicht zurückkehren Aber Johanna ich fordere Sie als mein Weib nur Sie beabsichtige ich zu heirathen Ich schwieg und dachte er spotte meiner Kommen Sie Johanna kommen Sie hierher Ihre Braut steht zwischen uns Er stand auf und erreichte mich mit einem Schritt Meine Braut ist hier sagte er mich wieder zu sich ziehend sie ist Meinesgleichen und mein Ebenbild Johanna wollen Sie mich heirathen Noch immer antwortete ich nicht und suchte mich aus seinen Händen loszumachen denn ich war noch immer ungläubig Zweifeln Sie an mir Johanna Durchaus Sie haben kein Vertrauen zu mir Nicht das geringste Bin ich ein Lügner in Ihren Augen fragte er leidenschaftlich