Bäume in ihrer dunklen Blätterpracht Hecke und Wald dicht belaubt und bildeten einen schönen Gegensatz zu der sonnigen Farbe der zwischen ihnen liegenden Wiesen An einem Sommerabend war Adele mit der Sonne zu Bette gegangen denn sie hatte den halben Tag in Hay Lane wilde Erdbeeren gesucht und war von der Anstrengung ermüdet Ich blieb bei ihr bis sie eingeschlafen war verließ sie dann und ging ins Freie Es war jetzt die lieblichste Stunde von den vier und zwanzig das glühende Feuer des Tages war erschöpft und der kühle Thau fiel auf die dürstende Ebene und den ausgedörrten Hügel Wo die Sonne in einfacher Pracht befreit von dem Pomp der Wolken untergegangen war breitete sich ein feierlicher Purpurglanz aus brannte mit dem Licht eines rothen Juwels und der Flamme des Schmelzofens an einem Punkte auf einer Hügelspitze und breitete sich hoch und weit sanft und sanfter über den halben Himmel ans Der Osten hatte seinen eigenen Reiz in seinem schönen tiefen Blau und seinen bescheidenen Edelstein in seinem aufgehenden einsamen Stern bald sollte auch der Mond kommen aber noch war er unter dem Horizont Ich ging eine Weile auf dem gepflasterten Wege auf und ab aber ein feiner wohlbekannter Geruch der einer Cigarre kam aus einem Fenster Ich sah das Fenster des Bibliothekzimmers ein wenig offen ich wußte daß ich von dort beobachtet werden könne und so ging ich in den Garten Kein Theil der Umgebung war mehr geschützt und glich mehr einem Eden er war mit Bäumen und blühenden Blumen angefüllt eine sehr hohe Mauer trennte ihn auf der einen Seite von dem Hofplatze auf der andern schirmte ihn eine Hagebuchenhecke gegen den Rasenplatz Im Hintergrunde war ein verfallener Zaun der ihn allein von den einsamen Feldern trennte ein gewundener Weg von Lorbeerbäumen eingefaßt und mit einem riesenhaften wilden Kastanienbaum begrenzt um dessen Fuß ein Sitz angebracht war führte zu dem Zaune hinunter Hier konnte man ungesehen wandeln Während der liebliche Thau fiel während Stille herrschte und die Dämmerung zunahm war es mir als könnte ich ewig in solchem Schatten verweilen aber als ich durch die Blumenbeete am oberen Ende der Einzäunung ging hielt mein Schritt an bezaubert von dem Lichte das der jetzt aufgehende Mond auf diese freiere Stelle warf noch immer hörte ich keinen Ton und sah nichts Lebendes doch warnte mich wieder der frühere Duft Waldanemone Jasmin Levkoje und Rose haben längst ihr Abendopfer des Weihrauchs dargebracht dieser neue Duft rührt weder von einem Strauch noch von einer Blume her ich weiß es wohl es ist Herrn Rochester 's Cigarre Ich sehe mich um und horche Ich sehe Bäume mit reifenden Früchten beladen Ich höre eine Nachtigall eine halbe Meile entfernt im Walde schlagen keine Gestalt die sich bewegt ist sichtbar kein kommender Schritt hörbar aber jener Duft nimmt zu ich muß fliehen Ich eile zu dem Pförtchen welches zu dem Gewächshause führt und sehe Herrn Rochester eintreten Ich trete unter den Bogen den der Epheu bildet er wird nicht lange bleiben sondern zurückkehren woher er