aus dem Zimmer Bessie war zuverlässig doch hatte sie für ihre eigene Familie zu sorgen und konnte nur von Zeit zu Zeit in das Herrenhaus kommen Ich fand das Krankenzimmer leer wie ich erwartet hatte keine Wärterin war da die Patientin lag still und wie es schien bewußtlos da ihr bleiches Gesicht war tief in die Kissen gesunken und das Feuer im Kamin fast erloschen Ich legte neue Feuerung an ordnete die Kissen wieder und blickte eine Weile die Person an die mich nicht wieder ansehen konnte und trat darauf ans Fenster Der Regen schlug heftig an die Scheiben und der Wind blies stürmisch Hier liegt Eine die bald über den Kampf der irdischen Elemente hinaus sein wird dachte ich Wo wird dieser Geist der jetzt bereit ist seine materielle Wohnung zu verlassen hingehen wenn er endlich frei ist Ich überdachte das große Geheimniß es fiel mir Helene Burns ein und ich erinnerte mich ihrer sterbenden Worte ihres Glaubens ihrer Ansicht von der Gleichheit der vom Körper befreiten Seelen Ich horchte noch im Gedanken auf ihre wohlbekannten Töne stellte mir ihr blasses und vergeistigtes Aussehen ihr abgefallenes Gesicht und ihren erhabenen Blick vor als sie auf ihrem ruhigen Sterbebette dalag und mir ihr Verlangen zuflüsterte in den Schooß des göttlichen Vaters aufgenommen zu werden als eine matte Stimme von dem Bette her murmelte Wer ist da Ich wußte daß Mistreß Reed seit mehreren Tagen nicht gesprochen hatte Kam sie wieder zu sich Ich ging zu ihr hin Ich bin es Tante Reed Wer ich war die Antwort Wer bist Du Und mich mit Ueberraschung und fast mit Unruhe ansehend sagte sie noch immer verwirrt Du bist mir gänzlich fremd wo ist Bessie Sie ist im Parkhäuschen Tante Tante wiederholte sie Wer nennt mich Tante Du bist keine von den Gibsons und doch kenne ich Dich dies Gesicht die Augen und die Stirn sind mir so bekannt Du gleichst ja Du gleichst Johanna Eyre Ich sagte Nichts denn ich fürchtete einen neuen Ausbruch der Leidenschaft wenn ich mich zu erkennen gebe Doch ich fürchte ich irre mich sagte sie meine Gedanken täuschen mich Ich wünschte Johanna Eyre zu sehen und ich stelle mir eine Aehnlichkeit vor wo keine vorhanden ist überdies muß sie sich in acht Jahren sehr verändert haben Ich versicherte ihr sanft daß ich die erwartete und erwünschte Person sei und als ich sah daß ich verstanden werde und daß sie ihre Gedanken gesammelt habe erklärte ich ihr daß Bessie ihren Mann abgeschickt um mich von Thornfield zu holen Ich weiß ich bin sehr krank sagte sie bald darauf Ich versuchte vor wenigen Minuten mich umzuwenden doch bemerke ich daß ich kein Glied bewegen kann Es ist besser wenn ich mein Gemüth beruhige ehe ich sterbe das woran wir wenig denken wenn wir gesund sind wird uns in einer solchen Stunde wie die gegenwärtige für mich ist zu einer großen Last Ist die Wärterin da oder sonst Jemand außer uns Ich versicherte ihr daß wir allein wären Nun sagte