ich werde bereit sein es ist mir als müßte ich gehen.“ „Ich denke es auch Miß “ und Bessie sagte „sie wäre gewiß Sie würden sich nicht weigern aber ich denke Sie müssen wohl erst um Erlaubniß fragen ehe Sie gehen können “ „Ja ich will es sogleich thun.“ Nachdem ich ihn in das Bedientenzimmer gewiesen und ihn der Fürsorge und Aufmerksamkeit John 's und seiner Frau empfohlen ging ich um Herrn Rochester aufzusuchen Er war in keinem von den untern Zimmern er war nicht auf dem Hofe in den Ställen oder im Park Ich fragte Mistreß Fairfax ob sie ihn gesehen — ja sie glaube er spiele mit Miß Ingram Billard Ich eilte zu dem Billardzimmer das Geräusch der Bälle und das Summen der Stimmen ertönte von dorther Herr Rochester Miß Ingram die beiden Misses Eshton und ihre Bewunderer waren mit dem Spiele beschäftigt Ich bedurfte einiges Muthes um eine so interessante Partie zu stören mein Anliegen ließ sich aber nicht aufschieben und ich näherte mich meinem Herrn der an Miß Ingram 's Seite stand Sie wendete sich um als ich mich näherte und sah mich hochmüthig an Ihre Augen schienen zu fragen „Was mag das kriechende Geschöpf jetzt wollen “ Und als ich mit leiser Stimme „Herr Rochester“ sagte machte sie eine Bewegung als gerathe sie in Versuchung mir den Befehl zu geben mich zu entfernen Ich erinnere mich ihres Aussehens in dem Augenblick — es war sehr imposant und graziös sie trug ein Morgengewand von himmelblauem Krepp und ein azurblauer Gazeschleier war in ihr Haar geschlungen Sie war von dem Spiele belebt und der gereizte Stolz dämpfte den Ausdruck ihrer Züge nicht „Will diese Person etwas von Ihnen “ fragte sie Herrn Rochester Herr Rochester wendete sich um zu sehen wer diese Person sei Er machte eine eigenthümliche Grimasse— nahm seinen gewöhnlichen seltsamen und unerklärlichen Ausdruck an — warf sein Queue nieder und folgte mir aus dem Zimmer „Nun Johanna “ sagte er indem er seinen Rücken an die Thür des Schulzimmers lehnte die er zugemacht hatte „Wenn Sie erlauben mein Herr so möchte ich Sie um eine oder zwei Wochen Urlaub bitten.“ „Was zu thun — wohin zu gehen “ „Eine kranke Dame zu besuchen die nach mir geschickt hat.“ „Welche kranke Dame — wo wohnt sie “ „In Gateshead in der Grafschaft N.“ „In der Grafschaft N Das ist ja hundert Meilen weit Wer mag sie sein die die Leute so weit zu sich rufen läßt “ „Ihr Name ist Reed Herr — Mistreß Reed.“ „Reed von Gateshead Es gab einen Reed zu Gateshead der eine Magistratsperson war.“ „Sie ist dessen Wittwe mein Herr.“ „Und was haben Sie mit ihr zu thun Woher kennen Sie sie “ „Herr Reed war mein Oheim — meiner Mutter Bruder.“ „Zum Henker das sagten Sie mir ja noch nie Sie sagten immer Sie hätten keine Verwandte.“ „Keine die mich anerkennen würden mein Herr Herr Reed ist todt und seine Frau hat mich verstoßen.“ „Warum “ „Weil ich arm und