ein und schien erst einen Satz beenden zu wollen Ich stand auf dem Fußteppich und wärmte meine Hände die ein wenig kalt geworden waren da ich im Gesellschafts zimmer so weit vom Feuer gesessen Ich fühlte mich so ruhig und gefaßt wie nur je in meinem Leben und es lag auch Nicts in dem Aeußern der Zigeunerin was meine Rube hätte stören können Sie machte ihr Buch zu und blickte langsam auf der Rand ihres Hutes beschattete theilweise ihr Gesicht doch konnte ich sehen als sie es erhob daß es ein fremdes und seltsames war Es sah ganz braun und schwarz aus Verwirrtes Haar trat borstenähnlich unter einem weißen Bande hervor welches sich unter ihrem Kinn befand und sich halb über ihre Wangen oder sich mehr über ihre Kinnbacken erstreckte Ihr Auge richtete sich sogleich mit kühnem und geradem Blick auf mich „Nun und ich soll Ihnen wahrsagen “ sagte sie mit einer Stimme ebenso entschieden wie ihr Blick und ebenso rauh wie ihre Züge „Es liegt mir Nichts daran Mutter thut wie ihr wollt aber ich muß Euch vorhersagen daß ich keinen Glauben daran habe.“ „Das gleicht Ihrer Kühnheit ich erwartete es von Ihnen und hörte es an Ihrem Schritte als Sie über die Schwelle gingen.“ „Wirklich Da müßt Ihr ein feines Ohr haben.“ „Das habe ich und ein feines Auge und ein feines Gehirn dazu.“ „Ihr bedürft Alles dessen bei Euerm Geschäft.“ „Ja besonders wenn ich mit Personen zu thun habe wie Sie sind Warum zittern Sie nicht “ „Es friert mich nicht.“ „Warum werden Sie nicht blass “ „Ich bin nicht krank.“ „Warum befragen Sie nicht meine Kunst “ „Ich bin nicht thöricht.“ Die Alte verbarg ein Lachen unter ihrem Hut und ihrer Binde dann zog sie eine kurze schwarze Pfeife hervor zündete sie an und begann zu rauchen Nachdem sie eine Weile in dieser Stellung geblieben richtete sie ihren gebeugten Körper auf nahm die Pfeife aus ihren Lippen sah fest ins Feuer und sagte sehr bedächtig „Sie empfinden Frost Sie sind krank und sind thöricht.“ „Beweiset es “ entgegnete ich „Das will ich in wenigen Worten Sie empfinden Frost weil Sie allein sind und keine Berührung das Feuer herausschlägt welches in Ihnen ist Sie sind krank weil die besten Gefühle die höchsten und süßsesten die dem Menschen gegeben sind sich von Ihnen fern halten Sie sind thöricht weil Sie Sie mögen leiden wie Sie wollen es durch Winken nicht bewegen werden sich zu nähern auch wollen Sie ihm um keinen Schritt entgegengehen wo es Ihrer wartet Sie erhob ihre kurze schwarze Pfeife wieder zu ihren Lippen und rauchte kräftig „Ihr könntet das fast zu einer Jeden sagen die wie Ihr wißt als einsame Untergebene in einem großen Hause lebt.“ „Ich könnte es fast zu Jeder sager doch würde es auch von Jeder wahr sein “ „In meiner Lage.“ „Ja gerade in Ihrer Lage aber finden Sie mir eine Andere die gerade in derselben Lage ist wie Sie.“ „Es würde leicht sein Tausende zu finden.“ „Sie würden