mir ein es möge Pilot sein der wenn die Küchenthür offen geblieben war nicht selten heraufkam und sich vor Herrn Rochester 's Thür legte Ich hatte ihn selber mehrmals des Morgens dort liegen sehen Dieser Gedanke verscheuchte meine Furcht ein wenig und ich legte mich nieder Das Schweigen beruhigt die Nerven und als jetzt eine ununterbrochene Stille im ganzen Hause herrschte begann ich die Rückkehr des Schlummers zu fühlen Aber es war nicht bestimmt daß ich in dieser Nacht schlafen sollte Kaum hatte sich ein Traum meinem Ohr genähert als er erschrocken entfloh von einem markdurchschaudernden Ereigniß hinweggescheucht Dies war ein dämonisches Lachen leise gedämpft und tief wie es schien dicht am Schlüsselloch meiner Thür ausgestoßen Das Kopfende meines Bettes war in der Nähe der Thür und ich glaubte anfangs das koboldähnliche Lachen geschehe dicht neben meinem Kopfe aber als ich mich erhob und mich umsah konnte ich Nichts erblicken Doch der unnatürliche Ton wurde wiederholt und ich wußte daß er von der andern Seite der Thür herkam Das Erste was ich that war aufzustehen und die Thür zu verriegeln Dann rief ich Wer ist da Draußen ließ sich ein gurgelnder und stöhnender Ton vernehmen und bald hörte ich Fußtritte die sich in der Gallerie entfernten und sich der Treppe zu dem dritten Stock näherten Erst kürzlich hatte man die Thür zu jener Treppe schließbar gemacht ich hörte wie diese Thür sich öffnete und schloß und dann war Alles still Was ist es mit dieser Gratia Poole dachte ich Ist sie vom Teufel besessen Da ich jetzt nicht länger allein bleiben konnte so wollte ich zu Mistreß Fairfax gehen Ich zog rasch mein Kleid an und hing einen Shawl um dann öffnete ich den Riegel meiner Thür mit zitternder Hand Draußen brannte ein Licht welches Jemand auf der Matte in der Gallerie hatte stehen lassen Ich war von diesem Umstande überrascht aber noch mehr erstaunte ich als ich bemerkte daß die Luft ganz trübe und mit Rauch angefüllt war und während ich mich nach allen Seiten umsah um zu entdecken woher diese blauen Rauchwirbel kamen empfand ich einen starken Geruch als ob etwas brenne Es knisterte etwas eine Thür war nur angelehnt es war Herrn Rochester 's Thür und aus derselben drang eine Rauchwolke hervor Ich dachte nicht mehr an Mistreß Fairfax ich dachte nicht mehr an Gratia Poole und das Lachen in einem Augenblick war ich im Zimmer Die Flammen schlugen am Bette auf die Vorhänge standen in Feuer In der Mitte der Glut und des Rauches lag Herr Rochester bewegungslos in tiefem Schlafe Erwachen Sie erwachen Sie rief ich Ich rüttelte ihn doch er murmelte nur und wendete sich um der Rauch hatte ihn betäubt Kein Augenblick war zu verlieren denn schon waren die Betttücher angebrannt Ich eilte zu seinem Waschtische zum Glück war der Wasserkrug und die Waschschaale mit Wasser gefüllt und Beide groß Ich erhob Beide nach einander und überschüttete das Bett mit dem Inhalt eilte in mein Zimmer zurück brachte auch meinen Wasserkrug herbei taufte