Brigth die Wahl gelassen wäre so würde ich letztere in Hinsicht auf Konversazion vorziehen Doch sagen Sie mir Jane hat Ihnen Herr Bright keine Mittheilung in Betreff Ihrer Angelegenheit gemacht « »Herr Bright wechselte mit mir nur wenige Worte Sir und hat meine Angelegenheit mit keiner Silbe berührt Wissen Sie mir keine näheren Aufschlüsse zu geben Sir « »Ich habe in der That mit Herrn Bright in dieser Beziehung noch keine aussührliche Besprechung gepflogen So viel ist gewiss dass die Sachen im Zuge sind wiewol sich in jüngster Zeit einige Schwierigkeiten in den Weg zu stellen drohen die sich aber nach meines Freundes Behauptung beseitigen lassen werden.« »Und von welcher Art sollen diese Schwierigkeiten sein Sir wenn es überhaupt zu fragen erlaubt ist « »Ich denke der Fall wird Sie unangenehm berühren daher dürfte es gerathener sein die ganze Angelegenheit einstweilen auf sich beruhen zu lassen da mein Freund ohnehin binnen einigen Tagen Briefe aus Salford und Lowton erwartet welche den Schleier lüften und zweifelsohne die gewünschten Aufschlüsse geben werden.« »Hat Herr Bright in Betreff meiner Abkunft nach Salford geschrieben Sir dann müsse ihm auch durch die zu verabfolgenden Dokumente die nothwendige Aufklärung werden.« »Ihr Schluss ist ein ganz richtiger « erwiderte Herr Rochester »allein derselbe bedarf auch noch einiger Erhebungen aus Lowton weil ohne einige wichtige Dokumente von dort an die Behebung Ihrer Erbschaft nicht zu denken ist.« »Wer wollte mir dieselbe streitig machen « sagte ich etwas gereizt »Mein Onkel hat mich zur Universal-Erbin seines ganzen Vermögens eingesetzt und somit steht der Ausfolgung desselben kein Hindernis im Wege.« »Sie irren Jane wenn sie diesen Gedanken mit absoluter Beharrlichkeit verfolgen Es hat sich in neuester Zeit ein gewisser John Marthon aus Lowton gemeldet welcher nebst seinen beiden Schwestern Martha und Elisa Erbausprüche macht indem er nachweiset dass seine Mutter eine geborne Ehre und somit die Schwester Ihres in Amerika verstorbenen Onkels war.« «Während der ganzen Unterredung war ich in der Nähe des Kamines gestanden mich mit beiden Armen auf die Lehne eines Fauteuils stützend von dem ich wie vom Blitz getroffen auffuhr mit der flachen Hand über die Stirne strich um mein Gehirn etwas abzukühlen und dann einige Schritte gegen den Armstul vortrat wo Herr Rochester in der unmittelbaren Nähe des Feuers Platz genommen hatte Mir war heiß ja ich muß sagen sehr heiß Hatte Herr Rochester den Kamin so stark heizen lassen oder haben mir die neuen Erben so heiß gemacht weder das Eine noch das Andere vermag ich mit Gewissheit zu behaupten Meine Brust rang nach Luft denn mein Athem war gepresst und kurz und mein Fuß wankend und unsicher »Sir « sprach ich mit beklommener Stimme »scherzen Sie oder soll Ihre Mittheilung zur Wahrheit werden « »Leider muß ich Sie auf letzteres verweisen « sagte hieraus Herr Rochester »da sich die Erben in der That bereits gemeldet haben und binnen wenigen Tagen in London eintreffen werden um sich mit Herrn Bright dem Testamentsvollstrecker Ihres Oheims ins Einvernehmen zu setzen.« »Und weiß die Familie Marthon dass ich