verneigte mich schweigend und nahm wieder meinen früheren Platz in der Nähe des Kamines ein um mich ernsten Betrachtungen über meine gegenwärtige Lage hinzugeben als die Thür ausging und Bessie in die Kinderstube trat »Mistreß Reed wünscht dass Sie hier auf dem Zimmer speisen Jane darum lasse ich Ihnen hier den Tisch decken« sagte Bessie Da Sara wirklich hierzu Anstalt traf erhob ich mich von meinem Sitze und sprach »Ich muß Ihnen für Ihre Mühe herzlich danken denn ich fühle nicht die geringste Esslust Mir ist so heiß auch schmerzt mich meine Wunde bis zur Unerträglichkeit und darum würde ich Sie ersuchen dass ich mich zu Bette begeben darf.« Bessie entgegnete mit keiner Silbe ließ die Roleaux Rollvorhänge an beiden Fenstern herab während Sara beschäftiget war mir das Lager zu bereiten Ich war vielleicht noch nie so schnell ausgekleidet wie heute denn ich fühlte dass ich recht übel daran sei Bessie ließ sich auf einem Stule neben meinem Bette nieder und sprach mir Trost zu den ich ihr aber herzlich gerne erlassen hätte da mir vor Kopfschmerz fast die Sinne vergingen Ich schloss die Augen und fing zu beten an Trost und Linderung mußten in mein Herz gedrungen sein denn ich schlief ein und erwachte erst spät am andern Morgen Der Schlaf war für mein zerrüttetes Gemüt wie für meinen äußern Schmerz von bester Wirkung denn ich fühlte mich nicht nur sehr gestärkt sondern auch merklich heiter Da trat Herr Lloyd ins Zimmer und war ganz erstaunt mich noch im Bette zu treffen Er erkundigte sich nach meinem Befinden fühlte mir den Puls und fand dass sich mein Zustand bedeutend gebessert habe worüber er auch seine Freude äußerte Dann wendete sich der Apotheker mit der Bitte an Bessie ob es nicht möglich sei Mistreß Reed zu sprechen Bessie ging um ihn bei der Tante anzusagen In dem kurzen Zeitraume wo Herr Lloyd mit mir allein war erklärte mir der menschenfreundliche Mann dass er gekommen sei um mit Mistreß Reed über mein ferneres Schicksal Rücksprache zu nehmen und gab mir die Versicherung dass sich Alles zu meinem Besten gestalten werde In demselben Augenblicke trat Bessie ein und erklärte dass Mistreß Reed bereit sei Herrn Lloyd zu empfangen Er reichte mir die Hand zum Abschiede und verließ mit Bessie das Zimmer Meine Neugierde war auf das höchste gespannt denn ich war schon begierig was Herr Lloyd bei Mistreß Reed in Beziehung auf meine Person ausrichten werde allein Tage und Wochen verstrichen ohne über mein künftiges Schicksal Aufklärung zu erlangen Ohne allen Einfluss muß die Rücksprache welche Herr Lloyd mit Mistreß Reed gepflogen hatte doch nicht gewesen sein das konnte ich aus den Veränderungen entnehmen die einige Tage später mit mir vorgingen Es wurde mir ein kleines etwas unfreundliches Kabinet angewiesen wo ich von nun an schlafen und mich auch während des Tages aufhalten sollte Mistreß Reed sah ich sehr selten auch ihre Kinder hielten sich hübsch fern von mir und so war ich auf mich selbst und auf meine Puppe beschränkt welche