Eintritt aus Ja Bessie sagte ich nachdem ich sie umarmt hatte und hoffentlich komme ich nicht zu spät Wie geht es Mrs Reed Ich hoffe Sie ist doch noch am Leben Ja sie lebt noch und sie hat die Besinnung teilweise wieder erlangt Der Doktor sagt daß es noch ein oder zwei Wochen mit ihr dauern kann aber an eine endliche Besserung darf man nicht denken Hat sie meinen Namen kürzlich wieder erwähn Heute morgen erst hat sie von Ihnen gesprochen und gewünscht daß Sie kommen möchten Aber jetzt schläft sie Wenigstens schlief sie als ich vor zehn Minuten oben im Herrenhause war Gewöhnlich liegt sie während des ganzen Nachmittags in einer Art von Schlafsucht und erwacht erst gegen sechs oder sieben Uhr Miß wollen Sie sich hier nicht eine Stunde ausruhen Später gehe ich dann mit Ihnen hinauf Hier trat Robert ein und Bessie legte ihr schlafendes Kind in die Wiege um ihn zu bewillkomnen Dann bestand sie darauf daß ich meinen Hut abnehmen und Tee trinken solle denn ich sähe so müde und blaß aus sagte sie Ich war froh und ließ mir meine Reisekleider von ihr abnehmen Wie die alten Zeiten in meiner Erinnerung wieder auflebten als ich ihrem geschäftigen Treiben zusah Sie deckte den Teetisch mit ihrem besten Porzellan schnitt die Butterbrote röstete einen Teekuchen und gab dem kleinen Robert und Jane hier und da einen kleinen Schlag oder Stoß gerade so wie sie es in vergangenen Tagen mit mir zu tun pflegte Bessie hatte sich ihr rasches Wesen ebensogut gewahrt wie ihren leichten Schritt und ihr hübsches Gesicht Als der Tee fertig war wollte ich mich an den Tisch setzen aber in ihrem alten entschiedenen Ton sagte sie mir ich solle still sitzen Sie sagte sie müsse mir am Kaminfeuer servieren und dann stellte sie einen kleinen runden Tisch mit meiner Tasse und sorgen pflegte wenn ich in meinem Kinderstuhl saß Ich lächelte und gehorchte ihr wie in vergangenen Tagen Sie wollte dann wissen ob ich glücklich in Thornfield-Hall sei und ich sollte ihr erzählen was für eine Persönlichkeit die Frau des Hauses sei Und als ich ihr gesagt daß Thornfield nur einen Herrn habe wollte sie wissen ob er liebenswürdig und gut sei und ich ihn gern habe Ich erzählte ihr daß er ein Gentleman sei daß er mich freundlich behandle und ich mich dort glücklich fühle Ferner beschrieb ich ihr die lustige Gesellschaft die sich jetzt im Thornfield-Herrenhause aufhielt und diesen Einzelheiten hörte Bessie mit großem Interesse zu es waren Dinge die einen großen Reiz für sie hatten Unter solchen Gesprächen verging eine Stunde gar schnell Bessie brachte mir meinen Hut und meine Schals wieder und von ihr begleitet war ich auch vor fast neun Jahren den Pfad hinuntergegangen den ich jetzt hinaufging An einem finsteren nebeligen rauhen Januarmorgen hatte ich mit verzweifeltem verbittertem Herzen ein feindliches Dach verlassen übermannt fast von einem Gefühle des Geächtetseins ja des Verdammtseins um in den frostigen Hafen von Lowood einzulaufen in jenem fernen unbekannten Lande Und