Lloyd eine Prise nahm Als er die Tabaksdose wieder in seine Westentasche schob rief eine Glocke die Dienstboten zum Mittagessen er wußte was es bedeutete Das gilt Ihnen Wärterin sagte er zu Bessie Sie können hinuntergehen ich werde Miß Jane einige Lehren geben bis Sie zurückkehren Bessie wäre lieber geblieben aber Pünktlichkeit bel den Mahlzeiten war eine Sache auf welche in Gateshead-Hall strenge gehalten wurde Der Fall hat Sie nicht krank gemacht Nun was war es denn fragte Mr Lloyd weiter nachdem Bessie gegangen war Ich wurde in ein Zimmer eingesperrt wo ein Geist kam Ich sah wie Mr Lloyd lächelte und zugleich die Stirn runzelte Ein Geist Was Sie sind am Ende doch wirklich noch ein kleines Kind Sie fürchten sich vor Geistern Ja vor Mr Reeds Geist fürchte ich mich Er starb in jenem Zimmer und lag dort auf der Bahre Weder Bessie noch sonst jemand geht am Abend hinein wenn es nicht dringend notwendig ist und es war so furchtbar grausam mich dort allein ohne Licht einzuschließen so grausam daß ich es niemals werde vergessen können Unsinn Das macht Sie so elend Fürchten Sie sich jetzt bei Tage auch noch Nein Aber es dauert nicht lange und dann wird es wieder Nacht Und außerdem ich bin unglücklich sehr unglücklich um anderer Dinge willen Was für Dinge denn Nennen Sie mir diese r Nach einer unruhigen Pause gelang es mir eine unzulängliche aber wahre Antwort hervorzubringen Erstens habe ich weder Vater noch Mutter noch Bruder noch Schwester Aber Sie haben eine gütige Tante und Vettern und Cousinen Wiederum hielt ich inne dann rief ich stotternd aus Aber John Reed hat mich zu Boden geschlagen und meine Tante hat mich in roten Zimmer eingesperrt Zum zweitenmal holte Mr Lloyd seine Schnupftabaksdose hervor Haben Sie außer Mrs Reed keine Verwandten fragte er forschend Ich weiß es nicht Einmal fragte ich Tante Reed und da sagte sie daß ich einige arme Verwandte namens Eyre haben könne daß sie aber nichts über sie wisse Möchten Sie denn zu ihnen gehen wenn Sie solche Angehörige hätten Ich besann mich Armut hat etwas Abschreckendes für erwachsene Menschen für Kinder aber noch mehr sie verstehen unter Armut nur zerlumpte Kleider spärliche Nahrung einen kalten Ofen rohe Manieren und entwürdigende Laster Nein Ich möchte nicht bei armen Leuten leben war meine Antwort Auch nicht wenn sie Sie gütig behandelten Ich schüttelte den Kopf Ich konnte nicht begreifen wie arme Leute gütig sein können Und dann sprechen lernen wie sie ihre Manieren annehmen schlecht erzogen werden aufwachsen wie eins jener armen Weiber die ich zuweilen vor den Türen der Hütten ihre Kinder warten und ihre Kleider waschen sah Nein ich war nicht heroisch genug meine Freiheit um einen solchen Preis zu erkaufen Aber sind Ihre Verwandten denn so arm Sind sie Arbeiter Das weiß ich nicht Tante Reed sagt wenn ich überhaupt Angehörige habe so müssen sie Bettlerpack sein Nein nein ich möchte nicht betteln gehen Möchten Sie nicht in die Schule gehen Wiederum dachte ich nach