auf dem Friedhofe gerade über seinem Grabe usw Endlich schliefen beide ein Feuer und Licht erloschen In schaurigem Wachen brachte ich die Nacht hin Entsetzen und Angst hielten Ohren Augen und Sinne wach Diesem Zwischenfall im roten Zimmer folgte keine lange ernste körperliche Krankheit nur eine heftige Erschütterung meiner Nerven die ich noch bis auf den heutigen Tag empfinde Ja Mrs Reed Ihnen verdanke ich gar manche Seelenqual Am nächsten Mittag war ich bereits aufgestanden und angekleidet und saß in einen Shawl gehüllt am Kamin Ich fühlte mich körperlich und geistig schwach und gebrochen Und doch meinte ich daß ich augenblicklich glücklich sein müßte denn keiner von den Reeds war da alle waren mit ihrer Mutter spazierengefahren auch Abbot nähte in einem anderen Zimmer und Bessie richtete während sie hin und herging dann und wann ein ungewöhnlich freundliches Wort an mich Dieser Zustand der Dinge wäre für mich ein Paradies des Friedens gewesen für mich die ich nur an unaufhörliches Tadeln und grausame Sklaverei gewöhnt war aber meine Nerven waren jetzt in einem solchen Zustande daß sie keine Ruhe mehr besänftigen konnte Bessie war unten in der Küche gewesen und brachte mir jetzt einen Kuchen auf einem buntbemalten Porzellanteller herauf Gar oft hatte ich gebeten diesen Teller in die Hand nehmen zu dürfen um ihn genauer betrachten zu können bis jetzt hatte man mich aber stets einer solchen Erlaubnis für unwürdig gehalten jetzt stellte man mir nun diesen kostbaren Teller auf den Schoß und bat mich freundlich das Stückchen köstlichen Gebäcks welches auf demselben lag zu essen Vergebliche Gunst Sie kam zu spät wie so manche andere die so innig erwünscht und so lange versagt worden war Ich konnte den Kuchen nicht essen und stellte sowohl Teller wie Gebäck beiseite Im Laufe des Morgens kam Mr Lloyd wieder Wie Schon aufgestanden rief er als er in die Kinderstube trat Nun Wärterin wie geht es ihr denn eigentlich Bessie entgegnete daß es mir außerordentlich gut gehe Dann müßte sie aber fröhlicher aussehen Kommen Sie her Miß Jane Sie heißen Jane nicht wahr Ja mein Herr Jane Eyre Nun Sie haben geweint Miß Jane Eyre wollen Sie mir nicht sagen weshalb Haben Sie Schmerzen Nein Herr Ach sie weinte wahrscheinlich weil sie nicht mit Mrs Reed spazierenfahren durfte warf Bessie hier ein O nein gewiß nicht für solche Albernheit ist sie denn doch zu alt In meinem ganzen Leben habe ich noch keine Tränen um solche Dinge vergossen r fiel ich ein Ich weine weil ich unglücklich bin Aber pfui Miß rief Bessie Der gute Apotheker schien ein wenig verlegen Er heftete seine Augen fest auf mich und fragte Was hat Sie gestern krank gemacht Sie ist gefallen sagte Bessie wieder einfallend Gefallen Wie ein Kind Kann sie bei ihrem Alter denn noch nicht allein gehen Sie muß doch acht oder neun Jahre alt sein Man hat mich zu Boden geschlagen war die Erklärung welche ich mit gekränktem Stolze gab Aber das hat mich nicht krank gemacht fügte ich hinzu während Mr