gefälliges und unterwürfiges Lächeln Reden Sie bat er Wovon mein Herr Wovon Sie wollen Ich überlasse Ihnen gänzlich die Wahl des Gegenstandes und die Art ihn zu behandeln Ich blieb schweigend sitzen Wenn er erwartet daß ich bloß reden soll um zu reden damit er mich kennen lerne so wird er finden daß er sich an die unrechte Person gewendet hat dachte ich Sie sind stumm Miß Eyre Er neigte sein Haupt ein wenig zu mir und schien einen hastigen Blick in meine Augen zu tauchen Widersetzlich und verletzt sagte er Ah es ist natürlich Ich sprach meine Bitte auf unhöfliche und fast beleidigende Weise aus Ich bitte um Verzeihung Miß Eyre Ein für allemal sei es gesagt ich wünsche Sie nicht wie eine Untergebene zu behan deln das heißt fügte er sich verbessernd hinzu ich nehme nur eine solche Ueberlegenheit für mich in Anspruch wie sie der Unterschied von zwanzig Jahren des Alters und eines Jahrhunderts der Erfahrung mir verleihen Dies ist billig und ich bestehe auf diesem Rechte Auf Grund dieses Uebergewichts und nur allein deshalb wünsche ich daß Sie die Güte haben mögen jetzt ein wenig mit mir zu reden um meine Gedanken zu zerstreuen die quälend werden weil sie immer bei einem und demselben aufregenden Punkte verweilen Er hatte sich zu einer Erklärung fast zu einer Entschuldigung herabgelassen ich war nicht unem pfindlich für dieses Zugeständnis und wollte es auch nicht scheinen Ich bin willig und bereit Sie zu unterhalten mein Herr wenn ich es vermag aber wie und womit soll ich beginnen wenn ich nicht weiß was Sie inter essirt Legen Sie mir Fragen vor und ich will mein Möglichstes thun sie zu beantworten Also für 's Erste gestehen Sie mir zu daß ich ein Recht habe ein wenig herrisch und kurz zuweilen vielleicht etwas vielfordernd zu sein und zwar weil ich alt genug bin um Ihr Vater zu sein weil ich mir unter mancherlei Menschen und Nationen Erfah rung gesammelt und die Hälfte des Erdballes bereist habe während Sie ruhig immer mit den gleichen Menschen in dem gleichen Hause lebten Ich glaube nicht mein Herr daß Sie ein Recht haben mir zu befehlen nur weil Sie älter sind als ich oder weil Sie mehr von der Welt gesehen haben Ihr Anspruch auf Ueberlegenheit hängt von der Anwendung ab die Sie von Ihrer Zeit und Erfahrung gemacht haben Hm das war bestimmt gesprochen Doch ich kann es nicht zugeben da es nicht auf meinen Fall paßt denn ich habe beide Vortheile unbenutzt gelassen ja fast schlecht angewendet Doch wenn wir auch die Ueberlegenheit aus dem Spiele lassen so müssen Sie sich doch darein fügen von Zeit zu Zeit Befehle von mir zu erhalten ohne sich von dem gebieterischen Tone verletzt zu fühlen Wollen Sie das Ich lächelte Das Lächeln ist sehr schön sagte er indem er augenblicklich den vorübergehenden Ausdruck meines Gesichtes wahrnahm der mein Lächeln begleitete aber reden Sie auch Ich dachte darüber nach daß sehr wenige Herren danach fragen würden ob ihre bezahlten