Ausnahme eines hellblauen welches ich für zu schön hielt um es anders als bei besonders feierlichen Gelegenheiten zu tragen Es fehlt noch eine Brosche sagte Mistreß Fairfax Ich besaß eine solche die mit einer einzigen Perle verziert war Miß Temple hatte sie mir beim Abschiede zum Andenken gegeben Nachdem ich die Brosche angesteckt hatte gingen wir die Treppe hinunter Da ich nicht an Fremde gewöhnt war so fühlte ich mich ziemlich unbehaglich unter solchen Förmlichkeiten vor Herrn Rochester zu erscheinen Ich ließ Mistreß Fairfax vorangehen und hielt mich in ihrem Schatten als wir in das elegante Gemach traten Zwei Wachslichter brannten auf den Tischen und zwei auf dem Kamingesims Pilot lag im flackernden Scheine eines wärmenden Feuers Adele kniete neben ihm Herr Rochester befand sich in halb liegender Stellung auf einem Sopha und sein Fuß ruhte auf einem Kissen Das Feuer schien ihm voll ins Gesicht Ich erkannte meinen Reisenden mit seinen dichten schwarzen Augenbrauen und seiner hohen Stirn welche im Contrast zu dem schwarzen Haare weißer erschien als sie war Ich erkannte seine scharf geschnittene Nase die mehr charakteristisch als schön war seine weiten Nasenlöcher die auf ein zum Zorn geneigtes Temperament andeuteten wie ich meinte seinen grimmigen Mund Kinn und Unterkiefer ja in diesen lag ein sehr grimmiger Ausdruck das konnte man nicht verkennen Da er jetzt ohne Mantel war so bemerkte ich daß seine Gestalt ebenso eckig war wie sein Gesicht Man hätte sie vielleicht vom athletischen Standpunkt aus schön nennen können Herr Rochester mußte unseren Eintritt bemerkt haben doch schien er nicht in der Stimmung uns zu beachten denn er erhob seinen Kopf nicht als wir uns näherten Hier ist Miß Eyre Herr sagte Mistreß Fairfax in ihrer ruhigen Weise Er nickte ohne jedoch die Augen von der Gruppe des Hundes und des Kindes abzuwenden Lassen Sie Miß Eyre sich niedersetzen sagte er und es lag etwas in der gezwungenen und steifen Verbeugung in dem ungeduldigen und doch förmlichen Tone was noch weiter zu sagen schien Was zum Henker liegt mir daran ob Miß Eyre da ist oder nicht In diesem Augenblick bin ich nicht gestimmt sie anzureden Ich setzte mich ganz unbefangen nieder Ein besonders höflicher Empfang würde mich wahrscheinlich verlegen gemacht haben ich hätte ihn nicht mit An muth und Eleganz erwidern können aber die rauhe Laune legte mir keine weitere Verpflichtung auf als mit Anstand zu schweigen was mich eher in Vortheil als in Nachtheil setzte Ueberdies war Herrn Rochesters Benehmen ebenso interessant als seltsam und ich war begierig welchen weiteren Verlauf die Sache nehmen werde Er sprach und regte sich nicht Mistreß Fairfax schien es für nöthig zu halten ihn in bessere Stimmung zu bringen Freundlich wie gewöhnlich und auch trivial wie gewöhnlich sprach sie ihr Bedauern aus daß ihm der Tag so viel Geschäfte auferlegt habe deren Last ihn in seinem gegenwärtigen leiden den Zustande doppelt drücken müsse Dann rühmte sie seine Geduld und Beharrlichkeit womit er diese Beschwerden ertrage Madame ich möchte etwas Thee war die einzige Antwort die sie