ähnelt mehr ihrem Vater Mir schienen sie einander so ähnlich daß ich nicht sagen konnte wo die alte Dienerin denn dafür hielt ich sie den Unterschied fand Beide waren von zarter Gesichtsfarbe und schlank gebaut Beide besaßen auffallende und geistreiche Züge Das Haar der einen war freilich um eine Schattirung dunkler als das der anderen und es lag eine Verschiedenheit in der Art wie sie es trugen Marias hellbraune Locken waren gescheitelt und anliegend Dianas dunkleres Haar bedeckte ihren Nacken mit dichten Locken Die Uhr schlug zehn Sie werden gewiß Ihr Abendessen haben wollen sagte Hannah und Herr Saint John auch wenn er heimkommt Und sie begann das Mahl zu bereiten Die Damen standen auf sie schienen im Begriff sich in das Wohnzimmer zurückzuziehen Bis zu diesem Augenblick hatten ihre Erscheinung und ihre Unterhaltung ein so lebhaftes Interesse in mir erregt daß ich meine elende Lage fast vergaß Jetzt erschien sie mir wegen des Gegensatzes noch trostloser und verzweifelter als je Und wie unmöglich dünkte es mich den Bewohnern dieses Hauses Theilnahme für mich einzuflößen sie zu bewegen meinen Worten zu glauben und mir ein Obdach zu gewähren Als ich die Thür fand und zaudernd anklopfte fühlte ich daß die letztere Hoffnung eine reine Chimäre sei Hannah öffnete Was wollen Sie fragte sie erstaunt als sie mich beim Scheine des Lichtes welches sie in der Hand hielt betrachtete Ich wünsche mit Ihren Damen zu reden sagte ich Woher kommen Sie Ich bin eine Fremde Was haben Sie zu dieser Stunde hier zu suchen Ich bitte um ein Nachtlager in einem Stalle oder wo es sei und um ein Stückchen Brot Mißtrauen gerade das Gefühl welches ich fürchtete zeigte sich in Hannah 's Gesicht Ich will Ihnen ein Stück Brot geben sagte sie nach einer Pause aber wir können keine Person aufnehmen die sich nachts umhertreibt das sieht verdächtig aus Aber wohin soll ich gehen wenn sie mich fortjagen was soll ich thun O ich wette Sie wissen schon wohin Sie gehen können und was Sie zu thun haben Hier ist ein Pfennig nun gehen Sie Einen Pfennig kann ich nicht essen und zum Weitergehen habe ich keine Kraft mehr Schließen Sie die Thür nicht O um Gotteswillen thun Sie es nicht Ich muß der Regen schlägt herein Sagen Sie es den jungen Damen lassen Sie mich mit ihnen reden Nein das werde ich nicht Sie sind nicht das wofür Sie sich ausgeben sonst würden Sie nicht so aufdringlich sein Packen Sie sich fort Aber ich muß sterben wenn Sie mich forttreiben Das glaube ich nicht Ich fürchte Sie haben böse Pläne die Sie zur Nachtzeit vor dieses abgelegene Haus führen Wenn Sie Begleiter bei sich haben Diebe Räuber oder dergleichen so können Sie ihnen nur sagen daß wir nicht allein im Hause sind es ist ein Herr da und Hunde und Flinten Hier schlug die ehrliche aber unerbittliche Dienerin die Thür zu und verriegelte sie von innen Die Angst der Verzweiflung zerriß mein Herz Ich war völlig erschöpft und konnte