wieder dem Moor genähert und jetzt lagen nur noch wenige Felder die fast ebenso wild und unfruchtbar waren wie das Moorland zwischen mir und den düsteren Hügeln Nun ich möchte lieber dort sterben als auf einer Straße dachte ich Und viel besser ist es wenn Krähen und Raben das Fleisch von meinen Gebeinen nagen als daß diese in einen von dem Armenhause bezahlten Sarg eingeschlossen werden So wandte ich mich also den Hügeln zu Als ich sie erreicht hatte sah ich mich nach einer Vertiefung des Bodens um die mir eine verborgene Zuflucht gewähren konnte Aber die ganze Einöde schien eben zu sein und zeigte keine Abwechslung als nur in der Farbe sie war grün wo Moos und Binsen wucherten schwarz wo der trockene Boden nur Haidekraut trug So dunkel es auch schon war konnte ich doch noch diese Unterschiede bemerken obgleich sie sich auch nur als Abwechslung zwischen Licht und Schatten kennzeichneten Mein Auge schweifte noch über die düstere Fläche des Moors dahin als sich an einer dunklen Stelle zwischen den Hügel ein Licht zeigte Das ist ein Irrlicht war mein erster Gedanke und ich erwartete daß es bald verschwinden werde Aber es leuchtete weiter ohne sich von der Stelle zu bewegen Es wird ein Licht in einem Hause sein meinte ich doch es ist zu weit entfernt und selbst wenn es nur einen Schritt von hier wäre was würde es mir helfen Ich würde doch nur an die Thür klopfen um zu sehen wie sie vor mir wieder zugeschlagen werden würde Und ich sank zusammen wo ich stand und verbarg mein Gesicht am Boden Ich lag eine Weile still der Nachtwind fuhr über mich dahin und erstarb seufzend in der Ferne ein dichter Regen fiel und durchnäßte mich wieder bis auf die Haut meine Glieder schauderten vor Kälte und ich stand bald wieder auf Das Licht war noch da und schimmerte matt durch den Regen Ich schleppte mich erschöpft und langsam auf dasselbe zu Der Schein führte mich über den Hügel hin durch einen weiten Sumpf Auf dem schlüpfrigen Boden fiel ich zweimal nieder stand aber ebenso oft wieder auf und sammelte meine Kräfte Das Licht war meine letzte Hoffnung ich mußte es erreichen Als ich den Sumpf überschritten sah ich einen weißen Streifen auf dem Moor Es war ein Weg der gerade auf das Licht zu führte welches jetzt von einer Erhöhung unter einer Baumgruppe herstrahlte Es verschwand als ich näher kam ein Hindernis war zwischen mich und meinen Stern getreten Ich streckte meine Hand aus um die dunkle Masse vor mir anzufühlen und unterschied die rauhen Steine einer niedrigen Mauer auf derselben war eine Art von Pallisaden aufgepflanzt und auf der inneren Seite befand sich eine hohe Dornhecke Ich tappte mich seitwärts weiter Wieder schimmerte ein weißlicher Gegenstand vor mir es war ein Thor mit einem Pförtchen das letztere bewegte sich in seinen Angeln als ich es berührte Zu jeder Seite stand ein schwarzer Busch ein Hollunderstrauch oder Tarusbaum Als ich durch die Pforte eingetreten war