aufgelegt sie anzureden Ich setzte mich nieder jede Verlegenheit war von mir gewichen Ein vollendet höflicher Empfang hätte mich wahrscheinlich verwirrt gemacht ich hätte ihn meinerseits weder mit hinreichender Grazie noch mit Eleganz erwiedern können barsche Laune hingegen befreite mich von aller Verbindlichkeit vielmehr gab mir meine von guter Lebensart zeigende bescheidene Ruhe allen Vortheil in die Hand Zudem war das Ungewöhnliche in Mr Rochester 's Benehmen wirklich pikant ich war neugierig was nun weiter werden sollte Er benahm sich wie eine Bildsäule das heißt er sprach nicht und bewegte sich ebenso wenig Mr Fairfax schien es für nöthig zu erachten daß irgend Jemand Liebenswürdigkeit entwickle und begann zu sprechen Freundlich und hausbacken wie gewöhnlich bedauerte sie Mr Rochester wegen der vielen Geschäfte die er den ganzen Tag über gehabt wegen der Schmerzen die ihm seine Verrenkung verursachen müsse und bewunderte schließlich die Geduld die er bei allen diesen Anlässen gezeigt hätte Madame ich möchte Thee haben war die einzige Antwort die sie ihm entlockte Sie beeilte sich zu klingeln und als das Theegeschirr anlangte machte sie sich mit den Tassen Löffeln u s w zu thun Ich und Adele setzten uns an den Tisch der Herr des Hauses jedoch blieb auf dem Sopha liegen Wollen Sie Mr Rochester seine Tasse hinlangen sagte Mrs Fairfax zu mir Adele möchte den Thee verschütten Ich that nach Gebot Als er mir die Tasse aus der and nahm hielt Adela den Augenblick für günstig ein Wort zu meinen Gunsten einzulegen N’est-ce pas Monsieur qu’il y a un cadeau por Mademoiselle Eyre dans votre petit coffre Wer spricht von Cadeau 's sagte er mürrisch haben Sie ein Geschenk erwartet Miß Eyre Haben Sie es gerne wenn man Sie beschenkt Dabei ließ er seine schwarzen galligen durchbohrenden Augen forschend auf mir ruhen Ich weiß es nicht recht Sir ich kann darüber nicht aus Erfahrung sprechen im Allgemeinen pflegen Geschenke recht willkommen zu seyn Im Allgemeinen Ich will wissen was Sie davon denken Ich müßte mir Zeit nehmen nachzudenken bevor ich Ihnen eine Antwort geben könnte welche würdig wäre von Ihnen entgegen genommen zu werden ein Geschenk kann mannigfache Bedeutung haben und man müßte sie alle wohl erwägen ehe man ein vernünftiges Urtheil zu fällen im Stande wäre Miß Eyre Sie sind nicht so offenherzig wie Adela die verlangt von mir unter Geschrei und Lärm ein Geschenk den Augenblick wo sie mich sieht Sie hingegen gehen wie die Katze um den Brei herum Weil ich in meine Verdienste weniger Vertrauen setze als Adela in die ihrigen für sie spricht das Recht einer älteren Bekanntschaft und das Gewohnheitsrecht denn wie sie selbst sagt pflegen Sie ihr stets Spielsachen zu schenken sollte ich hingegen meine Ansprüche geltend machen wäre ich wirklich in Verlegenheit da ich Ihnen fremd bin und durch nichts Ihre Erkenntlichkeit verdient habe Oh nur nicht zu bescheiden Ich habe Adelen geprüft und gefunden daß Sie sich sehr viel Mühe genommen haben das Mädchen hat keine schnelle Fassungskraft und keine besonderen Talente und doch hat sie