und Fortschritte und eine ruhige Hinneigung zu ihrer eigenen kleinen Person gerade so wie ich für Mrs Fairfax ihrer Güte wegen die innigste Dankbarkeit hegte und in ihrem Umgange eine Befriedigung empfand welche ihrer stillen Achtung für mich und ihrem sich gleichbleibenden Gemüthe und Charakter entsprach Es mag mich tadeln wer Lust hat wenn ich noch hinzufüge daß wenn ich dann und wann allein spaziren ging oder zum Gitterthor auf die Straße hinaussah oder während Adele mit ihrem Mädchen spielte und Mrs Fairfax Früchte einsott vom Dache herab bis zum fernen Horizont über einsame Felder und Hügel blickte mich die Sehnsucht nach einer Sehergabe überkam über den engen Gesichtskreis hinaussehen zu können die Sehnsucht nach wirklicher Weltanschauung nach vielfältigerem Umgange mit Menschen von größerer Charakterverschiedenheit als mir meine Umgebung darbot Ich erkannte die guten Eigenschaften Mrs Fairfax 's und Adelens allein ich glaubte an die Existenz einer anderen lebendigeren Herzensgüte und was ich glaubte das wünschte ich auch mit eigenen Augen zu sehen Wer wird mich tadeln Sehr viele ohne Zweifel und man wird mir Unzufriedenheit vorwerfen Doch ich konnte es nicht ändern jene Rastlosigkeit lag nun einmal in meinem Wesen und peinigte mich zuweilen aufs Schmerzlichste In solchen Augenblicken bestand meine Zerstreuung darin daß ich den langen Gang im dritten Stockwerke mich in der Stille und Einsamkeit des Ortes sicher fühlend rastlos auf und ab wandelte und mein geistiges Auge an hellen Visionen erfreute wie sie in meinem Innern und zuweilen hatte ich deren milde und glänzende auftauchten daß ich mein Herz höher schlagen ließ in jubelnder Bewegung die es mit neuem Leben erfüllte während sie es in süße Verwirrung brachte daß ich endlich was mich am glücklichsten machte mir selbst eine endlose Erzählung vorsagte die meine Einbildungskraft schuf und mit all den Zwischenfällen dem Leben dem Feuer den Gefühlen ausschmückte wornach ich mich so sehr sehnte und die ich in meinem wirklichen Daseyn so schmerzlich vermißte Es ist umsonst wenn man sagt der Mensch solle sich mit einem ruhigen Leben begnügen er bedarf der Bewegung und Aufregung er wird sie so lange suchen bis er sie findet Millionen sind zu einem noch stilleren Loose verurtheilt als das meinige war und diese Millionen sind in innerem Hader mit ihrem Schicksal Niemand kann es sagen wie viele dergleichen Revolutionen nebst den politischen Aufständen in jenen Massen von Leben gähren welche die Erde bevölkert Im Allgemeinen hält man Frauen für sehr ruhig doch Weiber fühlen ebenso wie Männer sie bedürfen einer Uebung ihrer Fähigkeiten und eines Kampfplatzes für ihre Anstrengungen gleich ihren Brüdern unter einem zu harten Zwange einem zu unbedingten Stillstande leiden sie ebenso gut wie die Männer und es zeigt von großer Engherzigkeit ihrer bevorzugteren Mitgeschöpfe wenn diese letzteren behaupten die Frauen hätten sich aufs Puddingkochen Stricken Pianofortespielen und Börsenhäkeln zu beschränken Es ist albern sie zu verdammen oder auszulachen wenn sie sich bemühen mehr zu leisten und mehr zu lernen als der gewöhnliche Schlendrian ihrem Geschlechte eigenmächtig zumißt In meiner Zurückgezogenheit hörte ich häufig Grace Poole 's Gelächter