ist nichts zu beweinen Wir Alle müssen einmal sterben und die Krankheit welche mich von hier nimmt ist gar nicht schmerzlich vielmehr kömmt sie gelinde und allmälig vorwärts und mein Geist ist ruhig Ich hinterlasse Niemanden den mein Tod sehr dauerte ich habe nur noch einen Vater und der hat unlängst geheirathet wird mich also nicht sehr vermissen dadurch daß ich jung sterbe gehe ich vielen Leiden aus dem Wege Meine Eigenschaften meine Talente waren nicht darnach mir in dieser Welt fortzuhelfen ich wäre immerwährenden Mißgriffen ausgesetzt gewesen Doch wo gehen Sie hin Helene Sehen Sie es wissen Sie es Ich glaube ich vertraue ich gehe zu Gott Wer ist Gott und wo ist er Er ist mein Schöpfer und der Ihrige welcher dasjenige was er geschaffen nimmer zerstören will Ich stütze mich unbedenklich auf seine Macht und vertraue gänzlich auf seine Güte ich zähle die Stunden bis der ereignißvolle Augenblick kömmt der mich ihm zuführt und ihn mir enthüllt Sie wissen also gewiß daß es einen Himmel gibt und daß unsere Seelen hingelangen wenn wir todt sind aIch glaube mit Zuversicht an ein künftiges Leben ich glaube an Gottes Allgüte ich kann meinen unsterblichen Geist ohne Bedenken in seine Hände empfehlen Gott ist mein Vater Gott ist mein Freund ich liebe ihn und ich glaube daß auch er mich liebt Und werde ich Sie wieder sehen wenn ich sterbe Gewiß werden Sie zu denselben glückseligen Räumen emporsteigen und dort vom allmächtigen Schöpfer unser Aller Vater empfangen werden theure Jane Wieder frug ich aber diesmal blos mich selbst Wo sind diese Räume Ist 's keine Täuschung Und ich schloß Helenen fester in meine Arme sie schien mir werther denn je zu seyn es kam mir vor als könnte ich sie gar nicht scheiden lassen Ich lag mit meinem Gesichte an ihrem Halse mit kaum hörbarer Stimme sagte sie Wie wohl ich mich fühle Der letzte Anfall meines Husens hat mich etwas ermüdet ich denke ich werde schlafen können aber verlassen Sie mich nicht Jane ich freue mich so sehr Sie in meiner Nähe zu haben Ich bleibe bei Ihnen Helene und Niemand soll mich Ihnen entreißen Liegen Sie warm liebe Seele Ja wohl Gute Nacht liebe Jane Gute Nacht liebe Helene Sie küßte mich ich küßte sie und bald waren wir Beide sanft entschlummert Als ich erwachte war es Tag eine ungewöhnliche Bewegung hatte mich geweckt ich blickte empor ich lag in Jemandes Armen Die Wärterin war es die mich hielt und mich durch den Gang ins Schlafzimmer zurücktrug Ich erhielt keinen Verweis daß ich mein Bett verlassen hatte Alles schien mit ganz anderen Dingen beschäftigt Niemand gab mir auf meine häufigen Kragen eine Antwort allein einen oder zwei Tage darauf erfuhr ich Miß Temple habe mich gegen Morgen in ihrer Stube angelangt in dem kleinen Bette gefunden meinen Kopf auf Helenens Schulter gelegt meine Arme um ihren Hals geschlungen Ich schlief und Helene war todt Sie liegt im Friedhofe von Brocklebridan begraben durch volle fünfzehn Jahre deckte ein einfacher