er würde kaum mit mir sprechen und habe seine Heirathsge danken ganz aufgegeben der weitere Veufolg zeigte mir daß ich mich in beiden Annahmen geirrt hatte Er redete mich in seiner üblichen Manier d h in derjenigen an die er mir gegenüber in letzterer Zeit beobachtet hatte er war ausgesucht höflich Ohne Zweifel hatte er um seinen Aerger über meine Auflehnung zu unterdrücken die Hilfe des heiligen Geistes in Anspruch genommen und war nun ver Meinung er habe mir abermals vergeben Bur Abendandacht wählte er das einundzwanzigste Ga pitel ver Offenbarungen Es war zu allen Zeiten sehr an genehm zu hören wenn die Worte der heiligen Schrift über seine Lippen kamen denn nie erklang seine schöne Stimme so sanft und so voll nie waren seine Manieren so evel in ihrer Einfachheit als wenn er Gottes Wort verkün dete An jenem Abend war jedoch der Ton seiner Stimme noch viel feierlicher seine Manieren viel bedeutungsvoller während er in der Mitte seines Haushaltes da saß sich über das große alterthümliche Buch neigte und von dessen Blät tern die Beschreibung des neuen Himmels und der neuen Erde ablas und prophezeite Gott werde zu den Menschen herabkommen um ihre Thränen zu trocknen und sie von den Fesseln dee Todes zu befreien und das Weinen und der Schmerz werde ein Ende haben nachdem alles Frühere ver nichtet seyn würde Die nachfolgenden Worte berührten mich wunderbar besonders da ich an dem veränderten Tone seiner Stimme bemerkte er habe sein Auge nach mir gewendet Und derjenige der übrig bleibt soll Alles erben und ich werde sein Gott und er mein Sohn seyn Aber die Furchtsamen und die Ungläubigen sollen ihren Antheil an dem brennenden Schwefelpfuhle haben welcher der zweite Tod ist Nun wußte ich welches Los meiner nach St John's Ein ruhiger halb unterorückter Triumph machie ßeh Befürchtung im anderen Leben harrte im Tone seiner Stimme bemerkbar während er die letzten Verse dieses herrlichen Capitels las Er glaubte seinen Na men schon im Lebensbuche des Lammes eingetragen zu sehen und er sehnte sich nach der Stunde welche ihn in jene Stadt bringen sollte in welcher die Könige der Erde ihren Ruhm und ihre Ehre hinterlegen würden In dem Ge bete welches diesem Gapitel folgte machte sich all seine Kraft all sein ernster Eifer Luft er schien mit Gott zu ringen und entschlossen zu siegen Er bat um Kraft für die Schwachen um Befreiung des Pilgers aus dem Irrsal um Erleuchtung derjenigen die den Lockungen der Welt und den fleischlichen Lüsten folgend von dem schmalen Pfade abgewichen waren Wahrer tiefer Ernst macht stets einen feierlichen Eindruck anfänglich staunte ich über dieses Gebet dann als es immer höher stieg rührte es mich und erfüllte mich zuletzt mit ehrfurchtsvoller Scheu Nach der Abendandacht nahmen wir Abschied von ihm da er zeitlich am nächsten Morgen abzureisen gedachte Diana und Mary küßten ihn und entfernten sich wahrschein lich in Folge eines erhaltenen Winkes ich reichte ihm die Hand und wünschte ihm glückliche Reise Ich danke Ihnen Jane Wie ich Ihnen schon ein