Stillschweigen trat ein Welcher Kampf indessen zwischen seiner angeborenen Gemüthsbeschaffenheit und seinem edleren Selbst stattfand weiß ich nicht zu sagen Nur so viel sah ich daß seine Augen wunderbare Strahlen schossen und daß düstere Schatten über sein Gesicht hinzogen Endlich begann er zu sprechen Ich bewies Ihnen schou einmal wie unsinnig es wäre wenn sich ein lediger Mann meines Alters von einem 1ungen Mädchen Ihres Alters in einen fremden Welttheil begleiten ließe Ich bewies es Ihnen in einer Art die Ih nen meiner Ansicht nach die Lust zu einer jeden ferneren An spielung auf einen solchen Plan benehmen mußte Daß Sie es trotzdem noch einmal versuchen thut mir um Ihretwillen s sehr leid Ich unterbrach ihn Dieser Vorwurf gab mir uit einem s Male all meinen Muth wieder Bleiben Sie bei Ver stande St John denn Sie fangen an Unsinn zu schwaten j Sie geben vor daß Sie meine Reden verletzten Dies ist j nicht leicht möglich denn Sie sind weder so unvernünftig s noch so eitel um meine Worte falsch auszulegen Ich wieder s hole es noch einmal ich will Ihre Gehilfin doch nie Ihr Weib werden Neuerdings überzog Leichenblässe sein Antliz aber wie vordem wußte er sich zu beherrschen Er versetzte mit j Nachdruck doch ganz ruhig Eine Gehilfin die nicht mein Weib ist kann ich s nicht brauchen Es scheint also daß Sie mich nicht beglei s ten können allein wenn es Ihnen mit Ihrem Anerbieten s Ernst ist so will ich in der Stadt mit einem verehelichten s Missionär sprechen dessen Weib einer Gehiliin bedarf Ihr s Vermögen wird Sie von der Unterstützung der Missionsge sellschaft unab hängig erhalten und Ihnen durch dieses Aus kunftsmittel die Schande erspart Ihr Wort zu brechen unr die heilige Schaar der Sie sich anzuschließen versprachen schmählich zu verlassen Nun hatte ich wie sich der Leser zu erinnern weiß kein förmliches Versprechen gegeben und durchaus keinen Vertrag abgeschlossen Seine Redeweise war also viel zu hart und zu despotisch für die Sachlage Ich erwiederte Es kann hier weder von Schande noch von Wort bruch bie Rede seyn Ich bin nicht die geringste Verbinrlich keit eingegangen nach Indien zu reisen und am allerwenig sten mit Fremden Mit Ihnen hätte ich Alles gewagt Alles ertragen weil ich Sie bewundere auf Sie vertraue und Ihnen mit schwesterlicher Liebe zugethan bin aber ich bin fest überzeugt daß ich mag ich mit wem immer hin gehen auf keinen Fall die Beschwerden dieses Klima 's lange ertragen kann aAh Sie fürchten für Ihr Leben sagte er seine Lippen leicht aufwerfend aSo ist es Gott hat mir es nicht gegeben damit iches wegwerfe und wenn ich Ihrem Willen unbedingt folge so begehe ich so zu sagen einen Selbstmord Uebrigens möchte ich bevor ich mein Vaterland für immer verlasse die Ge wißheit haben ob ich nicht mehr Nutzen stifte wenn ich hier bleibe als wenn ich in die weite Welt gehe IWas wollen Sie damit sagen äEs wäre unnütz eine weitere Auseinandersetzung z versuchen nur so viel mögen Sie wissen