Hand eine bestimmte Gestalt an Er wartete auf eine Antwort Ich bat mir eine Viertelstunde Bedenkzeit aus Sehr gern versetzte er stand auf ging einige Schritte abseits warf sich auf den schwellenden Rasen nieder und blieb ruhig liegen Ich kann das vollbringen was er von mir verlangt dachte ich bei nir » vorausgesetzt jedoch daß ich am Leben bleibe Aber mein Körper ich fühle es ist nicht im Stande den Einflüssen des tropischen Klima 's lange zu widerstehen Was dann Er kümmert sich wenig darum und käme m eine letzte Stunde er würde mich in aller Heiterkeit meinem Schöpfer empfehlen Ich sehe den Fall ganz deutlich vor mir Wenn ich England verlasse gehe ich aus einem mir theuren Lande das aber seit sich Mr Rochester nicht mehr darin befindet für mich keine Anziehungskraft mehr besitzt Aber selbst wenn dies der Fall wäre was habe ich weiter mit ihm zu schaffen in welches Verhältniß kann ich noch ferner zu ihm treten Ich muß also jedenfalls wie dies einst St John behauptete ein anderes Interesse an vie Stelle des verlorenen setzen und ist nicht die Beschäftigung die er mir anbietet die ruhmvollste herrlichste die Gott einer Sterblichen zuweisen kann Ist sie nicht mehr als eine jede andere im Stande die Lehre welche gebrochene Liebe und vernichtete Hoffnungen zurückließen auszufüllen Ich glaube ich muß ja sagen und doch schaudere ich zurück Wenn ich St John folge gebe ich meine Persönlichkeit zur Hälfte auf wenn ich nach Indien gehe gehe ich einem frühzeitigen Tode entgegen Und welche Ereignisse werden die Zwischenzeit meiner Reise von hier nach Indien und von Indien ins Grab bezeichnen Oh auch das ist mir klar Wenn ich mich auf 's Aeußerste anstrenge um St John zufrieden zu stellen wird es mir auch geling en Wenn ich mit ihm gehe wenn ich ihm dies Opfer bringe so thue ich es in der umfassendsten Bedeutung des Wortes und lege Alles mein Herz mein ganzes Le ben auf den Altar Er wird mich nie lieben aber er wird mich achten und ich werde ihm Kraftäußerungen Eigenschaften und Fähigkeiten vor Augen führen von denen er sich nichts träumen läßt Wohl ich kann ebenso tüchtig eben so unverdrossen arbeiten wie er Es ist also möglich daß ich ihm willfahre wäre nur eine einzige aber schreckliche Bedingung nicht Er will ich soll ihn heirathen und hat ebensowenig Liebe für mich als jener riesige Felsblock rort in der Thalschlucht an dem sich der schäumende Gießbach bricht Er schätzt mich wie etwa ein Soldat eine gute Waffe schätzt aber das ist auch Alles Wenn ich mit ihm nicht vermält bin mache ich mir nichts daraus allein darf ich ihn seine Berechnungen zu Ende führen seine Pläne kaltblütig ins Werk setzen und mit der Trauungsfeierlichkeit beschließen lassen Kann ich von ihm den Trauring annehmen zusehen wie er alle Aeußerlichkeiten eines Bündnisses der Liebe und Zuneigung genau beobachtet und das Bewußtseyn ertragen daß sein Herz nichts dabei zu thun hat Nein Die Marter wäre gräßlich ich kann sie nicht über