Moorhause ganz glück lich und arbeitete aus Leibeskräften Hannah des gleichen die sich nicht wenig freute den Glanz des alten Gebäures wieder auferstehen zu sehen Mit einer Art innerer Befriedi gunng gewahrte sie wie ich inmitten einer Verwirrung die das Oberste zu unterst kehrte bürsten und abstauben rei nlgen und kochen konnte Und in der That gewährte es ein eigenes Vergnügen zu sehen wie sich aus dem Chaos eines wirren Durcheinander nach und nach Harm onie und Orr nung entwickelte Ich hatte vor einiger Zeit eine Reise nach S unternommen um neue Möbeln ein ukaufen wozu mir meine Cousinen unumschränkte Vo llmacht ertheilten Das Sitzzimmer und die Schlafstuben ließ ich beinahe unver ändert da ich wußte Diana und Mary würden sich glück licher schätzen daselbst die alten Einrichtungsstücke wieder zu finden als moderne Möbeln an deren Stelle zu sehen Indessen waren doch einige Neuerungen nothwendig sollte ihre Rückkehr ins Vaterhaus diejenigen Ueberraschungen zur Folge haben die ich den beiden Schwestern zu bereiten ge dachte Neue schöne Teppiche und Vorhänge von dunkler Farbe einige sorgfältig ausgewählte Zierrathen im alter thümlichen Styl aus Porzellan und Bronze neue Tischde cken und Spiegel und Toiletten entsprachen diesem Zwecke sie sah en neu aus ohne jedoch von der ganzen Einrichtung grell abzustechen Ein Besuchzimmer und eine Schlafstube rictete ich jedoch mit rothgepolsterten Mahagonymöbeln ganz neu ein bedeckte die Fußböden der Durchgänge mit Matten und die Treppen mit Teppichen Nachdem Alles fer tig war erschien mir das Mo orhaus eben so als das voll enetste Muster von Nettigkeit und Bequemlichkeit im In nern als es von außen namentlich in dieser Jahreszeit ein Sinnbild des Verfalles und der unheimlichsten Ver lassenheit abgab Der ereignißvolle Donnerstag erschien end lich Die Gäste sollten bei Einbruch der Nacht ankommen und noch vor Eintritt der Dämmerung waren alle Räume des Hau ss aufs Beste geheizt das Küchenzimmer in größter Parade Hannah und ich vollkommen angekleidet und Alles in Be reitschaft St John langte zuerst an Ich hatte ihn ersucht das Moorhaus nicht früher zu betreten bis ich mit allen Anorr nungen zu Ende wäre allein schon der bl oße Gedanke an bie alltäglichen Vorkehrungen die im Innern desselben statt fanden reichte hin ihn in respectvoller Entfernung zu er halten Er fand mich in der Küche mit dem Backen von Theebrot beschäftigt Sich dem Herde nähernd frug er mich zob ich denn die Arbeiten eines Stubenmädchens und einer Haushälterin noch nicht satt hätte Ich antwortete ihm mit einer Aufforderung mich hei einer Runrschau der Resul tate meiner Wirksamkeit zu begleiten Es gelang mir nicht o hne Schwierigkeit ihn zu einem Gange durchs ganze Haus zu bewegen Ich wußte mich damit begnügen daß er einen flüchtigen Blick in die Gemächer warf und die trockene Be merkung machte alle diese in so kurzer Zeit bewirkten Ver änderungen müßten mir sehr viele Mühe verursacht haben aber mit keiner Sylbe legte er irgend ein Vergnügen über die Ausschmückung des Vaterhauses an den Tag Diese Kälte und Schweigsamkeit drückten mich nieder Ich dachte meine Veränderungen hätten am