durch meine Arbeit noch sonstwie s verdient habe besitzen sie keinen Pfennig Eine schöne s Gleichheit und Brüderlichkeit Eine liebliche Vereinigung Eine innige Zuneigung Aber Ihre Sehnsucht nach Familienbanden und häuslicher Glückseligkeit lassen sich auf eine and ere Weise ver wirklichen als auf die von Ihnen beabsich tigte Sie kön nen sich vermälen Neuer Unsinn Ich mich vermälen Ich brauche nicht zu heirathen und will nicht heirathen Damit behaupten Sie zu viel und diese gewagten Be T E Ich behaupte nicht zu viel ich kenne mein Inneres u nd weiß wie mein Herz vor dem bloßen Gedanken an eine solche Verbindung zurückschreckt Niemand würde mich aus Liebe heirathen und ich will nicht als der Gegenstand einer bloßen Geldspeculation angesehen werden Ich brauche keinen fremden Mann der mit mir nicht übereinstimmt mir vielleicht geradezu gegenüber steht nach meinen Blutsverwandten trage ich Verlangen die mir in geistiger Beziehung vollkommen gleich sind Sagen Sie noch einmal daß Sie mein Bruder seyn wollen als Sie vorhin diese Worte aussprachen war ich glücklich wiederholen Sie dieselben wenn Sie können wenn sie Ihnen vom Herzen kommen Mit gutem Gewissen kann ich sie wiederholen Ich habe meine Schwestern von jeher geliebt und ich weiß worauf sich diese Zuneigung gründet auf die Hochachtung für ihren sittlichen Werth und auf die Anerkennung ihrer geistigen Vollkommenheiten Auch Sie haben gute Grundsätze und besitzen geistige Bildung in einem hohen Grade Ihre Neigungen und Gewohnheiten sind denjenigen meiner Schwestern ganz ähnlich Ihre Gegenwart ist mir jederzeit sehr angenehm und Ihr Umgang hat mir schon mehr als einmal heilsamen Trost eingeflößt Ich fühle es deutlich daß es mir leicht wird Ihnen in meinem Herzen als meiner dritten und jüngsten Schwester einen Platz einzuräumen Ich danke Ihnen das stellt mich für diesen Abend zufrieden Und nun möchten Sie sich lieber auf den Weg machen denn wenn Sie noch länger hier bleiben verwunden Sie mich am Ende durch irgend ein frisches Zeichen des Mißtrauens auf 's Neue und die Schule wird nun geschlossen Miß Eyre Nicht wahr Nein Ich werde meine Stelle als Lehrerin so lange behalten bis Sie eine Stellvertreterin gefunden haben Er antwortete mit einem zufriedenen Lächeln Wir reichten uns die Hände und trennten uns Ich brauche wohl meine weiteren Kämpfe und meine anhaltenden Bemühungen die Erbschaftsangelegenheit meinem Wunsche gemäß in Ordnung zu bringen nicht auseinander zu setzen Meine Aufgabe war eine ungemein schwierige allein da ich mich in meinem Entschlusse durch s nichts wankend machen ließ und da meine Geschwisterkinder endlich einsahen daß ich von meinem Plane die Erbschaft nach den Grundsätzen der Billigkeit zu vertheilen durchaus nicht abzubringen war so fügten sie sich endlich in so weit die Angelegenheit einem schiedsrichterlichen Ausspruche anheim zu stellen Die erwählten Richter waren Mr Oliver und ein geschickter Advocat welche Beide meine Meinung theilten so daß ich denn doch den Sieg davon trug Die Abtretungsurkunden wurden ausgeftellt und ein Jedes von uns befand sich nun im Besitze eines hinreichenden Auskommens Vierunddreißigstes Capitel Die Erbschaftsverhandlungen erreichten um die Weihnachtszeit ihr Ende die fröhlichen Feiertage kamen raschen