die Tochter frei herankommen meine Arme sind bereit sie zu empfangen Um wieder auf Ihre Erzählung zurückzukommen was thaten Sie als Sie entdeckten Ihre Gattin sey wahnsinnig Ich stand am Rande der Verzweiflung ein leber rest von Selbstachtung war die einzige Scheivewand die mich von dem Abgrunde trennte In den Augen der Welt erschien ich ohne Zweifel mit unendlicher Schmach beladen doch vor mir selbst wollte ich rein da stehen ich beschloß daher der ferneren Berührung mit ihren Lastern aus dem Wege zu gehen und jeder Jusammenkunft mit ihr auszuweichen Dennoch verband die Welt meinen Namen und meine Person mit der ihrigen dennoch mußte ich sie täglich sehen und hören dieselbe Luft die sie mit ihrem Hauche verpestete einathmen Doch mehr als Alles drückte mich der Gedanke nieder daß ich ungeachtet dessen ihr Gatte blieb daß ich so lange sie lebte nie daran denken durfte ein braves edles Weib an mein Herz zu drücken und obwohl sie um fünf Jahre älter war mein Vater und ihre Ange hörigen hatten mich sogar in Betreff ihres Alters belogen so hatte es doch allen Anschein daß sie mindestens so nge als ich leben würde da ihr Körper eben so stark als ihr Geist schwach war Und so mußte ich mit sechsund eanzig Jahren auf alle Hoffnungen Verzicht leisten s In einer Nacht hatte mich ihr Geheul geweckt Seit dem sie vie Aerte für wahnsinnig erklärt hatten war sie atürlich in einem besond eren Gemache eingeschlossen Es war eine jener glühend heißen Nächte wie sie unter jenem Him melsstriche den Orkanen vorauszugehen pflegen Ich konnte es im Bette nicht aushalten stand auf und öffnete das Fen ster Die Luft roch nach flüssigem Schwefel und an eine Abkühlung war nicht zu denken Schwärme von Mosquitos drangen in die Stube und summten an den Wänden herum Die See die ich von meinem Zimmer aus sehenndehören konnte rollte wie ein fernes Erdbeben schwarze Wolken thürmten sich ringsum auf der Mond ging einer glühen den Bombe vergleichbar in den Wellen unter und warf einen letzten blutrothen Schimmer über die im tobenden Un gewitter erzitternde Erde Der ganze Anblick und die drü ckende Luft übten auf meinen Körper einen betäubenden Ein fuß aus Dazu ertönten von Zeit zu Zeit die Flüche der Wahnsinnigen in die sie meinen Namen mit solch teufli schem Hasse mit solch herabwürdigent en Beiwörtern ver flocht wie sie keine Meze von Profession ihren Reren ärger beimengen kann Wiewohl durch zwei Zimmer von ihr ge trennt hörte ich doch jedes Wort da die dünnen Wände eines westindischen Hauses ihrem Wolfsgeheul nur eine schwache Abwehr entgegenstellen konnten Dieses Leben sagte ich zu mir selbst ist die leidige Hölle dies die Luft die man im Pfuhle der Verdammniß einathmet dies die Laute die man darin vernimmt Ich habe das unzweifelhafte Recht mich daraus zu befreien wenn ich es kann die Leiden meines irdischen Daseyns ha ben ein Ende sobald meine Seele die gebrechliche Hülle ver läßt Vor dem ewigen Feuer des Frömmlings fürchte ich mich nicht denn es