bei Marston Moor gefallen war und neben seiner Gemalin Elisabeth ruhte Wir nahmen am Atargeländer Platz Einen leisen Schritt hinter mir hörend sah ich mich um und bemerkte den einen der Fremden der sich zur Kanzel heranschlich Die Ceremonie begann Die Erklärung des Zweckes der Ehe s war bald vorüber worauf der Geistliche vortrat und sich I leise zu Mr Rochester neigend fortfuhr Ich fordere Euch hiermit Beide auf mir wie an jenem großen Tage des allgemeinen Gerichtes wo sich die Geheimnisse aller Herzen erschließen werden hiermit zu er öffnen ob Euch irgend ein bei Euch obwaltendes Ehehin derniß bekannt ist denn Ihr könnt versichert seyn daß Alle diejenigen die anders verbunden als es Gottes Wort erlaubt nicht mit Gottes Hilfe einander zugetraut sind und daß ihre Ehe ungiltig ist Er hielt inne wie es gebräuchlich ist Wann geschieht es wohl daß diese Pause durch eine Einwendung unter brochen wird Kaum in hundert Jahren einmal und der Geistliche der von seinem Buche nicht aufgeblickt hatte wollte eben fortfahren Auf Mr Rochester zeigend war er gerade im Begriffe die übliche Frage zu stellen »Willst Du diese Jungfrau zu deinem rechtmäßigen Weibe nehmen als eine deutliche Stimme ganz in der Nähe ausrief Die Trauung kann nicht vor sich gehen ich erkläre hiermit das Vorhandenseyn eines Ehehindernisses Der Geistliche sah den Sprecher an und verstummte ber Notar desgleichen Mr Rochester erzitterte leise als hätte ein Erdbeben den Boden unter seinen Füßen zum Wan ken gebracht doch alsbald faßte er sich und gebot ohne sich umzusehen mit fester Stimme Fahren Sie fort Eine tiefe Stille trat nach diesen Worten ein worauf sich ber Geistliche Mr Wood vernehmen ließ aIch kann nicht fortfahren ohne die eben ausgespro chene Behauptung näher zu untersuchen aDie Ceremonie hat ein Ende versetzte dieselbe Stimme binter uns Ich bin im Stande das Vorhandenseyn eines unübersteiglichen Hindernisses darzuthun Steif und regungslos tand er da die einzige Bewegung Mr Rochester hörte aber beachtete diese Rede nicht die er machte bestand darin daß er meine Hand erfaßte Wie brannte sein Händedruck wie sah seine breite Stirn so alabasterweiß aus Wie ruhig wie forschend und bei Al lem dem wie wild waren seine Blicke Mr Wood war verlegen Von welcher Art ist dieses Hinderniß frug er Vielleicht läßt es sich beseitigen sKaum lautete die Antwort ich nannte es unüber steiglich und ich weiß was ich sage Der Fremde trat vor lehnte sich ans Altargeländer und sagte die nachstehenden Worte mit ruhiger deutlicher doch halblauter Stimme aDas Hinderniß besteht einfach in dem Vorhandenseyn einer früheren Ehe und Mr Rochester 's Gemalin ist noch am Leben Meine Nerven erzitterten bei diesen leise gesprochenen Worten wie sie noch nie bei dem lautesten Donnerschlage gezittert hatten m ein Blut erstarrte wie noch nie im hef tigsten Froste allein ich war gefaßt und brauchte keine Ohnmacht zu fürchten Ich sah Mr Rochester an er wandte sein Gesicht zu mir es war kalt und regungslos wie Mar mor und sein Auge gläsern Er widersprach nicht er schien Allem trozbieten zu