Ich liebte ihn unendlich mehr als ich mir selbst zu gestehen wagte mehr als es Worte sagen konnten zErbitten Sie sich noch etwas sagte er nach einer Pause »es macht mir ein unendliches Vergnügen um etwas ersucht zu werden und es gewähren zu können Auch mein zweites Ansuchen lag bereit Theilen Sie Ihre Absichten Mrs Fairfax mit Sie sah mich gestern mit Ihnen in der Vorhalle und war darüber sichtlich betroffen Unterrichten Se sie über unser Verhältniß ehe ich sie wieder sehe Es thut mir leid von einer so guten Frau verkannt zu werden Gehen Sie auf Ihre Stube und setzen Sie Ihren Hut auf versetzte er »Ich wünsche daß Sie mich diesen Morgen nach Millcote begleiten und während Sie sich anziehen will ich der alten Dame ein Licht aufstecken Dachte sie wohl daß Sie eine Welt für Liebe hingaben und den Handel für Gewinn ansahen Wahrscheinlich glaubte sie ich habe meine Stellung und die Ihrige aus den Augen gelassen Stellung Stellung Ihre Stellung ist in meinem Herzen und auf dem Nacken derjenigen die es wagen sollten Sie jetzt und späterhin zu beleidigen Gehen Sie Ich war schnell angekleidet und als ich Mr Rochester aus Mrs Fairfax 's Stube heraustreten hörte lief ich zu ihr hinunter Die gute Frau hatte wohl eben ihre Morgenportion aus der heil Schrift die Epistel des Tages gelesen denn die Bibel lag aufgeschlagen vor ihr und ihre Augengläser obenauf Diese durch Mr Rochester 's Eintritt unterbrochene Beschäftigung schien nun ganz vergessen zu seyn ihre Augen starrten nach der weißen Wand ihr gegenüber und drückten das Erstaunen einer einfachen Seele aus die durch die Mittheilung außerordentlicher Nachrichten aus ihrer gewohnten Fassung gebracht wurde Meiner ansichtig werdend schien sie zu erwachen sie bemühte sich zu lächeln und mir mit einigen Worten Glück zu wünschen allein ihr Lächeln erstarb zur Hälfte und ihre begonnene Reve blieb unvollendet Sie setzte ihre Augengläser wieder auf schlug die Bibel zu und schob ihren Stuhl vom Tische zurück Ich bin so verwundert begann sie » daß ich kaum weiß was ich Ihnen sagen soll Miß Eyre Ich habe doch icht geträumt was glauben Sie Zuweilen wenn ich allein sitze schlafe ich ein und träume dann von allerhand Sachen Mehr als einmal schien es mir in meinem Schlummer als trete mein guter Mann der nun fünfzehn Jahre todt ist hier in die Stube setzte sich zu mir und rief mich bei meinem Namen Alice wie er es zu thun pflegte Nun bitte ich Sie sagen Sie mir einmal ist es wirklich wahr daß Mr Rochester um Ihre Hand angehalten hat Lachen Sie mich nicht aus allein ich glaubte steif und fest er wäre vor fünf Minnten bei mir gewesen und hätte mir eröffnet Sie würden in vier Wochen seine Frau Mir sagte er dasselbe erwiederte ich Gewiß Glauben Sie es Haben Sie eingewilligt Ja Sie sah mich ganz verwirrt an ‘Ich kann mir es gar nicht denken Er ist so stolz wie es alle Rochester waren und sein Vater war noch dazu geldsüchtig