will Ich werde gleich heute damit beginnen Diesen Morgen schrieb ich bereits meinem Londoner Bankier er möchte mir die Juwelen schicken die er zur Aufbewahrung bei sich hat und die ein Erbstück der Ladies von Thornfield sind Ich hoffe sie Ihnen in ein oder zwei Tagen in Ihren Schooß schütten zu können denn Sie sollen mit derselben Auszeich nung mit all der Aufmerksamkeit behandelt werden die ich einer hochadeligen Dame angedeihen ließe wenn ich im Be snike äre ne z beirpwen O sprechen Sie nicht von Juwelen Sir Ich kann nicht einmal davon reden hören Juwelen für Jane Eyre das klingt unheimlich und unnatürlich es ist mir lieber ich habe keine Ich selbst will Ihnen das Halsband von Brillanten anlegen und das Diadem in die Stirne drücken der es gebührt da sie die Natur selbst mit dem Ausdrucke des Geistesadels schmückte Ich will die zarten Handgelenke in Arm spangen zwängen und die feinen feenartigen Finger mit Ringen bestecken Nein Nein Denken Sie an andere Dinge und sprechen Sie in einem andern Tone Reden Sie nicht von mir als wäre ich eine Schönheit ich bin ja doch nur Ihre einfache quäkerhafte Gouvernante In meinen Augen sind Sie eine Schönheit und eine Schönheit nach dem Wunsche meines Herzens zart und luftig Schwächlich und unansehnlich wollen Sie sagen Sie träumen oder Sie spotten Um Gottes willen nur keine Ironie Und auch die Welt soll Ihre Schönheit anerkennen fuhr er fort während mir bei seinen Worten wirklich unheimlich wurde denn ich begriff daß er entweder sich selbst oder mich zu täuschen suchte «Ich will meine Jane in Sammt unv Seide kleiden und ihr Rosen ins Haar stecken und dies Gesicht das ich über Alles liebe soll ein unschätzbaren Schleier beecken Dann werden Sie mich nicht mehr kennen Sir und ich nicht länger Ihre Jane Eyre seyn sondern ein Affe in einer Narrenjacke ein Holzhäher mit erborgten Zevern geschmückt Ebenso gerne möchte ich Sie in Theaterflitter ngeputzt sehen als mich in der Kleidung einer Hofdame Und ich nenne Sie nicht schön Sir obwohl Sie mir unendlich theuer sind zu theuer als daß ich Ihnen Schmeicheleien sagen könnte Thuen Sie es doch auch nicht Indessen verfolgte er dieses Thema ohne meine Bitten zu beachten in der begonnenen Weise Noch heute fahren Sie mit mir nach Millcote und suchen sich einige Kleider aus Ich sagte Ihnen unsere Vermälung finde in vier Wochen statt Wir lassen uns in aller Stille trauen und dann entführe ich Sie sofort nach der Residenz Dort halten wir uns eine kurze Zeit auf worauf ich meinen Schatz nach sonnigeren wärmeren Gegenden nach den Weingärten Frankreichs und den Ebenen Italiens bringe und Alles was es an Alterthümern und an Wunern der Neu eit Merkwürdiges gibt soll mein Herzensweib sehen und auch das großstädtische Leben kosten damit sie durch den Vergleich mit s Andern sich selber schätzen und richtig beurtheilen lerne Ich soll also reisen und mit Ihnen Sir Wir werden uns in Paris Rom und Neapel in Florenz Venedig und Wien aufhalten Alle die