Boven Doch schreck licher als Alles war mir der Anblick des gähnenden Abgrun des den Reichthum Kastengeist und gesellschaftliche Con venien wischen uns gegraben hatten Der Weg ist weit sagte ich wieder Das ist wahr und sobald Sie Ihre neue Stelle an D mir die dortige Gegend ganz und gar nicht gefällt Wir waren doch im mer gute Freunde nicht wahr Jane Gewiß Und wenn gute Freunde am Vorabende ihrer Tren ng stehen pflegen sie gewöhnlich die kurze Zeit ihres Beisammensenns in engster Vereinigung zuzubringen Kom mien Sie wir wollen uns über die Reise und unsere bal dige Trennung ganz ruhig besprechen während die Sterne arn immol heller erglänzen Hier ist der Kastanienbaum und hier die alte Bank Setzen wir uns gemächlich nieder viel leicht ist es zum letzten Male daß wir neben einander sitzen Wir nahmen Platz IIrland liegt weit von hier Jane und es thut mir leid meine kleine Freunin auf so unangenehme Reisen schicken zu müssen Doch es kann nicht anders seyn und da muß man sich wohl fügen Glauben Sie daß wir mit einander verwandt sind Ich konnte nicht antworten mein Herz war zu voll Denn wenn ich so neben Ihnen üitze habe ich zuweilen eine ganz sonderbare Empfindung Es ist mir als hätte ich unter meiner linken Rippe ein Band welches an ein gleiches Band in Ihrem kleinen Körper eng und fest geknüpft zu seyn scheint Und wenn das stürmische Meer und etwa zweihundert Meilen Land zwischen uns treten wird wohl fo fürchte ich dies Band reißen und ich mich innerlich ver bluten Was Sie anbelangt so werden Sie mich wohl vergessen Das wird nie geschehen Sir Sie wissen Ich fonnte unmöglich weiter sprechen Jane hören Sie die Nachtigall im Gebüsche schlagen Ich horchte und schluchzte krampfhaft denn nicht län ger konnte ich meine Gefühle beherrschen Ich mußte nachgeben und meinem Schmerz freien Lauf lassen Als ich wie der im Stande war einige Laute hervorzubringen geschah es nur um den Wunsch auszusprechen ich wäre nie geboren worden oder ich hätte Thornfield nie gesehen aWeil es Sie schmerzt es verlassen zu müssen Die Heftigkeit meiner Aufregung durch meinen Schmerz nd meine Liebe noch mehr angefacht suchte die Oberhano zu gewinnen und hervorzubrechen Es gelang ihr endlich sie beherrschte mein Inneres meine Nerven und meine Sprache aWohl schmerzt es mich Thornfield verlassen zu müssen denn es ist mir werth und theuer ich habe hier wenn auch nur für Augenblicke ein glückliches freudiges Daseyn verlebt Ich fühlte mich nicht gedrückt ich brauchte nicht s von Holz und Stein zu scheinen Ich war nicht mit alltäg lichen Menschen lebendig begraben und von jedem geistigen Umgang abgeschlossen Ich konnte mit einem Manne spre chen den ich verehrte dessen kräftiger origineller hochge bildeter Geist mich entzückte Mit Einem Worte ich lernte hier Sie kennen und kann nun den Gedanken nicht ertragen Sie für immer verlassen zu müssen Ich sehe die Nothwen digkeit meiner Entfernung ein doch nicht anders als man die Unvermeidlichkeit des Sterbens begreift Und worin liegt diese Nothwendigkeit frug