dazu Zast täglich frug ich Mrs Fairfax ob sie darüber schon etwas Bestimmtes wisse und jedesmal lautete ihre Antwort verneinend Einmal meinte fie habe sie Mr Rochester geradezu gefragt wann er seiße Braut heimzuführen gedächte er habe ihr jedoch blos fit einem Scherzworte und einem seiner sonderbaren Blickehe anwortet und so wisse sie eigentlich nicht was sie ßon ihm denlen solle leber einen Umstand wunderte ich mich ganz besonsers daß keine Hin und Herfahrten zwischen Thornfiels unr IngramPark stattfanden Allerdings betrug die wecßelsei tige Entfernung an zwanzig Meilen allein was wgr das für einen feurigen Liebhaber Einem so geübten und unermüdlicher Reiter wie Mr Rochester mußte der Leg eßn bloßer Spazirritt seyn Ich fing an Hoffnungen zu nßhrej zu denen ich keineswegs berechtigt war bald dachte ich die Partie habe sich zerschlagen bald wieder die Leute seyen überhaupt falsch berichtet gewesen oder der eine oder beide Theile hätten ihren Sinn geändert Ich pflege Mr Roche sten 's Gesicht zu betrachten ob es traurig oder verdrießlich sey allein ich dachte die Zeit nicht wo es so gleichmäßig heiter und sanft gewesen wäre als gerade jetzt Wenn ich zuweilen in denjenigen Augenblicken die ich mit Arelen bei ihm zubrachte muthlos und traurig wurde schien sogar seine fröhliche Laune zuzunehmen Nie hatte er mich übri gens so oft zu sich berufen nie war er mit mir liebevoller nngegangen als in diesen Tagen und meine Liebe zu ihm nahm leider mit jeder Stunde an Heftigkeit zu Dreiundzwanzigstes Capitel Ein herrlicher Sommer erglänzte über Englands Gefilden eine Reihe der heitersten wolkenlosesten Tage wie sie in solcher Anzahl aufeinander folgend in unserem meerumflossenen Eilande eine große Seltenheit stnd Es war als ob eine Abtheilung italienischer Tage wie ein Schwarm Bugvögel vom Süden heraufgekommen wäre um auf den Felsenklippen Albions auszuraften Das Heu nar von den Wiesen eingebracht die Saatfelder um Thornfield wogten wie die wellenschlagende See alle Wege und Straßen waren trocken die Bäume im kräftigsten Laubschmucke Hecken und Wälrer bildeten mit ihrem üppigen Grün einen bemerkenswerthen Gegensatz zu den sonnenbeschienenen abgemähten Wiesen Eines Abends war Adela von Erd beerensuchen in den Hecken auf dem Wege nach Hay müde gen orden schon mit der Sonne zu Rüte gegangen Ich blieb bei ihr bis sie eingeschlafen war und begab m ich dann in den Garten Es war gerade die schönste der vierund wanzig Stun den Die Last und Hitze des Tages war gewichen und der Thau fiel kühlend auf die von den Sonnenstrah len versengte Erre herab Die Sonne war gerade im Westen rein und g länzend untergegangen und ihr letzter Schein malte pur purn Wald und Hügel und einen Theil des Horizonts Auch r er östliche Himmel hatte seinen eigenen Rei in der tiefen Bläue und dem ein elnen eben sichtbar werdenden Sterne bald mußte ihn auch der Mond schmücken der sich indessen noch gar nicht blicken ließ Eine Weile ging ich in der Nähe des Gebäur es herum allein ein feiner wo h lbekannter Geruch der einer Cigarre kam mir aus einem der Fenster entgegen