bist und ich kenne deinen schmählichen Haß gegen mich nur z gut Du hast mir in dem Streiche den Du mir wegen Lord Edwin Vere spieltest eine hübsche Probe davon gegeben Es war Dir unerträglich mich neben Dir mit einem a deligen Titel geschmückt in Gesellschaften eingeführt zu sehen in denen Du nicht einmal dein Gesicht zeigen dürftest Darum machtest Du die Spionin die Angeberin und ruinir test meine Aussichten für alle Zukunft Georgine zog ihr Taschentuch hervor und schneuzte sich durch eine volle Stunde Elise saß kalt unempfindlich und anhaltend fleißig wie s immer da Es gibt Leute die wahre edle Gefühle nicht zu schä s zen wissen doch hier hatte ich zwei besondere Geschöpfe vor mir das eine voll unerträglicher Härte das andere voll verächtlicher Abgeschmacktheit weil den beiden eben alles Gefühl ganz und gar abging Gefühl ohne Verstand ist ein wässeriger Trank allein Verstand ohne Gefühl ist ein für die menschliche Verdauung zu bitteres und trockenes Gericht Nachmittags hatten wir Wind und Regen Georgine war am Sopha über einer Novelle eingeschlafen Elise zur Kirche egangen wo man den Festtag eines Heiligen feierte In religiösen Angelegenheiten war sie eine strenge Kormkr.s merin kein Wetter konnte sie von der Erfüllung dessen ab halten was sie für eine fromme Pflicht ansah ob es schön j ob es unfreundlich war sie ging Sonntags dreimal und in ver Woche so oft in die Kirche als Betstunden abgehalten j wurden E fiel mir ein hinaufzugehen und nachzusehen was vie sterbende Frau mache die faft unbeachtet in ihrer Stube j lag Sogar die Dienftleute bedienten sie sehr lässig und auch j die eigens gemiethete Wärterin schlüpfte so oft aus dem s Zimmer als es nur immer anging Bessie machte hievon eine lobenswerthe Ausnahme aber sie hatte selbst kleine Kinder zu versorgen und konnte daher nur gelegentlich ins Herrenhaus kommen Ich fand die Kranke wie ich es nicht anders erwartet hatte ganz allein auch die Wärterin war verschwunden Sie verhielt sich ruhig und lag anscheinend in Bewußtlosigkeit versunken da ihr fahles Gesicht stack tief in den Kissen das Feuer im Camine war dem Erlöschen nahe Ich legte Holz zu brachte die Pölster in Ordnung und betrachtete die Aermste die mich nun nicht sehen konnte rurch eine geraume Zeit Dann trat ich ans Fenster Der Regen schlug an die Scheiben ein ungestümer Wind sauste über die Felder hin »Da liegt Eine sagte ich still vor mich hin »die bald dem Einflusse der irrischen Elemente entrückt seyn wird Wohin wird die Seele die sich nun von der morschen Hülle loszuningen sucht fliehen sobald sie frei geworden Dieses große Geheimniß erwägend dachte ich an He lene Burns an ihne letzten Worte ihr Gottvertrauen ihre Lehre von der Gleichheit der abgeschiedenen Seelen Noch lauschte ich in der Einbildung dem wohlbekannten Tone ihrer Stimme noch hatte ich ihr blasses geisterhaftes Antlitz ihren zum Himmel erh obenen Blick vor Augen als sie mir am Todtenbette ihre Sehnsucht nach dem Schauen des Un endlichen zuflüsterte Eine schwache Stimme hinter mir rief Wer