nehmen Ein verächtlicher Blick ob heimlich ob offen gespen det machte auf mich nicht mehr ven schmerzlichen Eindruck wie in früheren Zeiten Zwischen meinen beiden Cousinen sitzend wunderte ich mich ordentlich darüber wie wenig mich die gänzliche Vernachlässigung der einen und die halb spöttische Aufmerksamkeit der andern zu berühren vermochten Elise konnte mich nicht ärgern Georgine nicht aus der Fassung bringen und die Wahrheit zu sagen hatte ich an andere Dinge zu denken in den letzten Monaten waren weit mäch tigere Gefühle in mir rege geworden als die Beiden her v orzurufen im Stande waren heftigere Schmerzen und ausgesuchtere Frenden hatten mich heimgesucht als sie mir zufügen oder gewähren konnten Ihr Betragen machte daher auf mich nicht den geringsten Eindruck aWie befindet sich Mrs Reed frug ich Geerginen ruh ig anblickend die über diese Ansprache in der sie eine maßlose Keckheit sah stolz die Nase rümpfte IMrs Reed Die Mama meinen Sie Sie ist sehr krank ich zweiie daß Sie sie noch heute sehen können s Sie zu ihr gingen und ihr meine Ankunft meldeten Sie würden mich sehr verbinden versetzte ich »wenn Georgine fuhr vor Verwunderung ordentlich in die Höhe und riß die Augen weit auf Ich weiß daß ihr sehr daran liegt mich zu sprechen fuhr ich fort und ich möchte die Erfüllung ihres Wun sches nicht gerne länger hinausschieben als es unumgäng lich nothwendig ist aMama sieht es nicht gern wenn man siedes Abents stört bemerkte Elise Ich stand jedoch sofort auf legte Hut und Handschuhe ab ohne dazu aufgefordert worden zu seyn und sagte ich wollte Befsie aufsuchen die wahr scheinlich in der Küche sey um sie zu Mrs Reed mit der Anfrage zu senden ob es ihr beliebe mich zu empfangen Ich ging zur Stube hinaus und nachdem ich Bessie gefun den und mit meiner Botschaft betraut hatte ergriff ich wei tere Maßregeln Von jeher war mir alle Anmaßung verhaßt wäre ich vor einem Jahre so wie heute empfangen worden ich hätte Gateshead am nächsten Morgen schon wieder ver lassenz jetzt verwarf ich einen solchen Plan sofort als eine Thorheit Ich war hundert Meilen hergekommen meine Tante zu sehen und mußte nun hier bleiben bis sie entwe der gesund würde oder stürbe was den Stolz und die Albernheit ihrer Töchter anbelangte so durfte ich nicht wei ter darauf achten mich gar nicht daran kehren Ich wandte mich daher an die Wirthschafterin ließ mir ein Zimmer anweisen eröffnete ihr daß ich mich wahrscheinlich ein oder zwei Wochen aufhalten würde und schaffte meinen Koffer in meine Stube Ich traf Bessie auf dem Treppen absatze aDie gnädige Frau ist erwacht sagte sie » ich mel dete ihr daß Sie hier seyen Kommen Sie wir wollen sehen ob Sie sie erkennt Man brauchte mich nicht erst in die wohl bekannte Stube Fn geleiten wohin ich ehedem so oft berufen worden war um bestraft oder ausgescholten zu werden Ich lief vor Bessie her und öffnete leise die Thüre Ein Licht mit einem Licht schirm befand sich auf dem Tische denn