rechtzeitig da sind Zum Wege in die Kirche wünsche ich den Wagen nicht aber er soll reisefertig vor der Tür warten Der Diener eilte die Befehle seines Herrn auszuführen In zehn Minuten waren wir fertig Kapitel Zerschelltes Glück Wir hatten keinen Brautführer keine Brautjungfern Keine Angehörigen gaben uns das Geleit Ich ging ganz allein an Herrn Rochesters Arm Frau Fairfax stand in der Halle aber Herr Rochester ließ mir keine Zeit mit ihr zu sprechen Ich sah er wünschte nicht den geringsten Aufschub mehr und ich möchte wohl wissen ob es je einen Bräutigam gegeben hat dessen Antlitz eine so grimmige Entschlossenheit zum Ziele zu kommen ausgedrückt hat wie das des Herrn Rochesters Unter seinen gerunzelten Brauen schossen seine Augen Blitze einer fast verzweifelten Energie Erst vor der Kirchtür blieb er einen Augenblick stehen und ließ mich zu Atem kommen Ich sehe noch als wäre es heute die kleine Kirche vor mir Eine Krähe umschwebte den Turm Rings lagen die grünen Grabhügel und die Gestalten zweier Männer traten als sie uns erblickten rasch in die Kirche Herr Rochester sah sie nicht weil er mich anschaute aber aus meinem Antlitz wich für den Augenblick alles Blut ein kalter Angstschweiß perlte auf meiner Stirn und meine Lippen wurden eisigkalt Dennoch hätte ich den Grund dieser plötzlichen Beklemmung nicht angeben können Wir gingen hinein Der Prediger stand im Chorrock am Altar und wartete Der Küster war an seiner Seite In einem fernen Winkel bewegten sich zwei Schatten dort standen zwei Fremde kehrten uns den Rücken zu und betrachteten die Grabmäler der Ahnen des Hauses Rochester Wir stellten uns vor dem Altar auf Der Gottesdienst begann einer der Fremden näherte sich uns Der Geistliche sprach die vorgeschriebenen Worte und fuhr dann fort Und so fordere ich euch auf im Hinweis auf die Rechenschaft die ihr am jüngsten Tage von euren Handlungen ablegen müßt jedes etwaige Hindernis das sich eurer Eheschließung entgegenstellen könnte jetzt noch offen zu bekennen Er hielt inne wie es vorgeschrieben ist obgleich wohl binnen hundert Jahren die Pause nach dieser Frage niemals durch eine Antwort unterbrochen wird Der Geistliche erhob die Hand und wollte eben indem er sich an Herrn Rochester wendete die Frage stellen Willst du dieses Mädchen hier zum Weibe nehmen als eine fremde Stimme deutlich und klar die Worte sprach Die Trauung kann nicht stattfinden Es besteht ein Hindernis Der Prediger sah auf Er und der Küster standen sprachlos da Herr Rochester fuhr auf als wenn die Erde unter seinen Füßen gebebt hätte Dann hob er das Haupt sah den Geistlichen fest an und rief Walten Sie weiter Ihres Amtes Das kann ich nicht ohne Nachforschungen über den Einspruch anzustellen der hier eben erfolgt ist r antwortete der Pastor Ich muß untersuchen ob es Wahrheit oder Lüge ist was da behauptet wird Die Trauung ist abzubrechen sagte die Stimme hinter uns Ich kann beweisen daß ich die Wahrheit sage Es besteht ein unüberwindliches Hindernis gegen diese Eheschließung Herr Rochester stand starr und steif da er vermochte kein Glied