Mut dazu hast Und jetzt antworte ich ihr Ja ich habe den Mut dazu Ich will Thornfield so machen daß ich es lieben kann Ich will jedes Hindernis das sich meinem Glück meiner Besserung in den Weg stellt zertrümmern ich will ein besserer Mensch werden als ich war Er starrte vor sich hin Mir war unbehaglich zumute denn ich wußte wahrlich nicht was ich dazu sagen noch wie ich überhaupt seine Worte verstehen sollte Er bemerkte mein verlegenes Schweigen sah mich an winkte mit der Hand und sagte Ja gehen Sie Ein andermal mehr davon Ich lag in dieser Nacht lange wach Tausend Gedanken kreuzten mein Gehirn und ließen mir keine Ruhe Ich vergegenwärtigte mir jedes Wort das Herr Rochester zu mir gesprochen hatte Ich sann über die Geschichte Adelens nach ich grübelte über die Bedeutung seines letzten Bekenntnisses nach Aber alles erschien mir schließlich doch als ein vorderhand noch unergründliches Rätsel Ob ich dann über diesen Betrachtungen doch eingeschlummert bin kann ich nicht sagen jedenfalls fuhr ich plötzlich erschrocken auf denn ich vernahm ein unheimliches Knurren gerade über meinem Kopfe Zuerst dachte ich es könnte der Hund sein ich beruhigte mich wohl auch dabei und schlief wieder ein wenig ein Doch ein Geräusch an meiner Tür schreckte mich von neuem auf Ich fuhr empor an allen Gliedern schallen Das Kopfende meines Bettes war dicht neben der Tür Es kam mir daher im ersten Augenblick so vor als erschalle der furchtbare Laut unmittelbar neben mir Ich konnte jedoch nichts sehen sprang rasch aus dem Bett und riegelte die Tür zu Wer ist da rief ich Nun hörte ich ein Gurgeln und Stöhnen Schritte huschten auf dem Gange entlang und verloren sich die Treppe hinauf dem dritten Stockwerk zu Eine Tür wurde geöffnet und geschlossen dann war alles still Das war Grace Poole dachte ich Sie ist wohl gar vom Teufel besessen Nun konnte ich nicht länger zaudern ich mußte hinaus eilig warf ich mir Kleid und Umschlagetuch über und trat auf den Korridor Auf dem Läufer stand ein brennendes Licht Das wunderte mich aber noch größer war mein Befremden als ich gewahrte daß die Luft voll Rauch war und ein starker Brandgeruch sich bemerkbar machte Ich lief den Korridor entlang und stand binnen kurzem vor einer halboffenen Tür aus der die Rauchwolken hervorkamen Es war Herrn Rochesters Zimmer Ich dachte nicht mehr an Grace Poole und gab es auf Frau Fairfax zu rufen Hier galt es rasch zu handeln Ich trat ein Schon züngelten Flammen um das Bett und die Vorhänge brannten Herr Rochester lag regungslos da anscheinend in tiefem Schlafe Auf Auf schrie ich und rüttelte ihn Mit einem schweren Seufzer drehte er sich nur auf die andere Seite Offenbar war er schon halb betäubt Die Bettücher fingen Feuer Ich sah mich ratlos um Mein Blick fiel auf den Waschtisch und ich eilte dorthin Zum Glück war nicht nur der Krug sondern auch die große Waschschüssel voll Wasser das ich nun über das Bett und den darin Liegenden ausschüttete