Diwan sein Fuß war durch ein Kissen gestutzt Der Schatten des Feuers fiel auf sein Gesicht und ich erkannte sofort den Reiter mit der hohen Stirn und den dichten kohlschwarzen Augenbrauen Des Mantels ledig erschien mir seine Gestalt fast eckig die Brust war sehr breit die Hüften schmal er hatte den gedrungenen kraftvollen Bau eines Athleten Er hatte uns gewiß eintreten hören doch offenbar war er noch nicht in der Laune von uns Notiz zu nehmen denn er wandte nicht einmal den Kopf zu uns hin Hier ist Fräulein Eyre sagte Frau Fairfax ruhig Doch Herr Rochester betrachtete nach wie vor Adele und den Hund Fräulein Eyre kann Platz nehmen antwortete er in ungeduldigem Tone als wenn er sagen wollte Was kümmert mich Fräulein Eyre Ich habe jetzt keine Lust mit ihr zu sprechen Dieser unhöfliche Empfang befreite mich wiederum von aller Verlegenheit Hätte er mich mit Zuvorkommenheit begrüßt so würde ich nicht gewußt haben was ich tun sollte nun ließ er mich sogar einen kleinen Vorteil über sich erringen indem er mir Anlaß gab seinen gänzlichen Mangel an guten Manieren unbeachtet zu lassen Er betrug sich nun weiter in dieser Weise kalt wie eine Statue sprach kein Wort und bewegte sich nicht einmal Frau Fairfax hatte wohl die Empfindung als wenn wenigstens einer liebenswürdig sein müsse und begann in ihrer zutraulichen Manier zu plaudern Sie empfahl ihm Geduld mit seinem verletzten Fuß und sprach die Hoff nun auf baldige Genesung aus Ich wünsche eine Tasse Tee Madame war die einzige Antwort die ihr zuteil wurde Sie klingelte und Lea brachte das Gerät herein Frau Fairfax legte die Löffel aus setzte die Tassen zurecht und wies mir und Adele Plätze an Herr Rochester rührte sich nicht von seinem Ruhebett Reichen Sie bitte Herrn Rochester die Tasse Fräulein Eyre sagte die Wirtschafterin zu mir Adele könnte sie fallen lassen Ich tat es Er nahm die Tasse entgegen sah mich offen aber kalt an und fragte Sie sind jetzt schon drei Monate hier ‘Jawohl Herr Und kamen aus Aus Lowood.’ Ah aus einer Wohltätigkeitsanstalt Wie lange waren Sie dort ’ Acht Jahre.’ Sie müssen ein zähes Leben haben Man sollte meinen die Hälfte dieser Zeit müsse genügen in solch einer Anstalt einen Menschen kaputt zu machen Deshalb sehen Sie auch so geisterhaft aus als kämen Sie aus einer andern Welt Als ich Ihnen gestern zwischen den Hecken begegnete glaubte ich ein Gespenst vor mir zu haben das mein Pferd behext hätte Was sind Ihre Eltern Ich habe keine.’ Hatten wohl auch nie welche oder erinnern sich ihrer nicht Nun ja ich bin meiner Sache nicht ganz gewiß ob Sie nicht doch so etwas wie ein Wesen aus der Fabelwelt sind Warteten Sie dort am Zaun auf Ihre Kameradinnen auf die Elfen der Mondscheinnacht Haben Sie mir das verdammte Eis über den Fußweg gezaubert Ich schüttelte den Kopf Die Feen und Elfen antwortete ich in ebenso ernstem Tone wie er haben schon vor hundert Jahren England verlassen Nun wenn Sie Ihre Eltern verleugnen