wieder sprechen hörte nur für eine Erscheinung für ein Gespenst hielt Ich dachte du würdest verschwinden zerrinnen wie jenes mitternächtliche Flüstern und Bergesecho Doch nun weiß ich es besser und danke Gott von Herzen Er nahm ehrerbietig den Hut vom Kopfe senkte die Augen und stand lange in stummer Andacht da Nur die letzten Worte seines Gebets sprach er laut Und so danke ich dir Gott daß du in deiner Strafe Gnade walten läßt Gib mir Kraft von nun an ein reineres besseres Leben zu führen als bisher Dann gab er mir die Hand daß ich ihn führe Ich ergriff die teure Hand und drückte sie an die Lippen Wir schritten durch den Wald heimwärts 28 Kapitel Schluß Ich heiratete ihn Wir hielten stille Hochzeit Nur der Geistliche und der Küster waren anwesend Als wir aus der Kirche zurückgekehrt waren ging ich zu Marie die in der Küche den Braten herrichtete John putte die Messer Marie sagte ich ich bin eben mit dem gnädigen Herrn getraut worden Sie gehörten beide zu jener Sorte anständiger schwerfälliger Leute denen man allzeit etwas Außergewöhnliches mitteilen kann ohne befürchten zu müssen daß einem zuerst durch einen schrillen Aufschrei das Trommelfell zerrissen und man nachher in einer Flut von Worten des Erstaunens ertränkt würde Marie sah auf und starrte mich an Der Braten wäre dabei fast angebrannt das war das einzige Unglück das meine Mitteilung hätte hervorrufen können John hielt im Polieren inne Gleich darauf begoß Marie das Fleisch wieder mit Butter und sagte nur Ach das ist aber hübsch Und nach einem Weilchen fügte sie hinzu Ich sah wohl daß Sie mit dem gnädigen Herrn ausgingen aber daß Sie zu einer Trauung gingen Nein das hätte ich mir nicht träumen lassen Wieder zischte die Butter über den Braten hin John grinste mich vergnügt an Ich hab 's meiner Frau gleich gesagt daß so was los wäre meinte er Ich wußte was Herr Eduard im Sinne hatte und daß er 's nicht lange aufschieben würde Na es ist das Beste so und ich wünsche Ihnen viel Glück Fräulein oder vielmehr gnädige Frau entschuldigen Sie Dabei zupfte er ehrerbietig an seiner Stirnlocke ‘Ich danke Ihnen John Und das hier hat mir Herr Rochester für Sie beide gegeben Daben drückte ich ihm ein Fünfpfundnote in die Hand Ich schrieb sogleich nach MoorHaus benachrichtigte meine Verwandten von meiner Trauung und erklärte ihnen ausführlich die Beweggründe die mich dabei geleitet hatten Diana und Mary billigten meine Handlungsweise rückhaltlos und die erstere schrieb sobald wir glücklich über den Honigmonat hinweg wären wollten sie uns besuchen Es wäre besser sie warteten nicht so lange sagte Herr Rochester Denn der Honigmonat wird bei uns ewig währen Wie St John dem ich nach Indien schrieb die Nachricht aufnahm weiß ich nicht Er antwortete mir erst nach einem halben Jahre erwähnte in seinem Briefe aber nichts von Herrn Rochester und nichts von meiner Heirat Er sprach die Hoffnung aus daß ich glücklich sei und die Zuversicht daß ich nicht zu jenen Menschen gehöre die