mich Von deinem Entschluß will ich mein Heil erwarten So wählen Sie die Herr Rochester die Sie am meisten liebt Jedenfalls werde ich die wählen die ich am meisten liebe Johanna willst du meine Gattin werden Ja Du willst mich heiraten Einen armen Blinden den du an der Hand führen mußt Ja Einen Krüppel der zwanzig Jahre älter ist als du Ja Wirklich und wahrhaftig Wirklich und wahrhaftig Mein Liebling Gott segne und belohne dich Herr Rochester für alle guten Taten so ich welche in meinem Leben getan habe für alle guten Gedanken die ich gedacht haben kann für alle innigen Gebete die ich je gebetet habe werde ich jetzt belohnt Ihre Gattin zu werden ist für mich das größte Glück das mir auf dieser Welt widerfahren kann Weil es dich glücklich macht Opfer zu bringen Opfer was opfere ich denn Hunger und Durst gegen Speise und Trank Sehnsucht gegen Erfüllung Daß es mir vergönnt ist den geliebten Mann ans Herz zu drücken heißt das ein Opfer bringen Aber meine Gebrechlichkeit mein schwacher Zustand Für mich ist es keine Gebrechlichkeit und keine Schwäche jetzt wo ich Ihnen wirklich nützlich sein kann liebe ich Sie noch weit mehr wenn dies möglich ist als früher da Sie noch stolz und unabhängig vor mir standen und jede andere Rolle als die des Gebers und Beschützers verschmähten Ja ja Bisher war es mir verhaßt mich führen zu lassen das ist nun anders geworden Es war mir schrecklich die Hand in die einer gemieteten Person zu legen aber es ist eine Wohltat wenn Hannchens feine Finger sie umschließen Ich wollte lieber in völliger Einsamkeit leben als immer von Dienstboten umgeben sein aber Hannchens sanfte geduldige Pflege wird eine immerwährende Freude für mich sein Hannchen ist mir sympathisch Bin ich es dir auch Bis in die zarteste Regung meines Wesens Dann brauchen wir auf nichts mehr zu warten und können gleich heiraten Es darf kein Aufschub mehr sein In drei Tagen machen wir Hochzeit Johanna Du brauchst keine schönen Kleider und Juwelen das sehe ich ein Alles das ist keinen Pfifferling wert Einstweilen aber wollen wir nach Hause gehen es ist Mittagszeit und Pilot macht sich schon allein auf den Heimweg Wir wollen durch den Wald gehen dort ist es jetzt schattig Während wir gemächlich fürbaß schritten hing er seinen Gedanken nach Johanna du hältst mich gewiß für einen ungläubigen Heiden aber in diesem Augenblick ist mein Herz voll Dankbarkeit gegen den allmächtigen Gott Er sieht klarer als wir Menschen er urteilt unendlich weiser als wir Ich war im Unrecht Ich wollte meine reine Blume beflecken da entriß der Allmächtige sie mir In meinem Grimm verwünschte ich diese Fügung Ich trotte dem göttlichen Spruch statt mich ihm zu unterwerfen Aber Gottes Gerechtigkeit nahm ihren Lauf Das Unglück warf mich fast darnieder der Tod sah mir ins Auge Gott züchtigte mich bis ich demütig ward Du weißt wie stolz ich auf meine Kraft war Was ist es nun damit Ohne die Hand eines andern bin ich nichts