Ihnen bleiben wolle aJa aber wir verstehen beide etwas Verschiedenes unter diesem Hierbleiben Du bist vielleicht bereit neben mir zu sitzen und mich zu pflegen als meine kleine Wärterin und das sollte mir wohl auch genügen ich sollte jetzt wohl nur väterliche Empfindungen zu dir hegen Nicht wahr das denkst du Aber Hannchen dann könntest du auch nicht auf immer meine Pflegerin bleiben du bist noch jung du wirst dich eines Tages verheiraten wollen aDazu verspüre ich gar keine Lust Das kommt aber schließlich doch einmal Wenn ich noch so aussähe wie früher würde ich dir schon Lust machen aber jetzt ein blinder Krüppel Er versank in trübes Sinnen Vor allem muß man Sie ein bißchen menschlicher machen Herr Rochester sagte ich und strich sein vernachlässigtes Haar glatt Sie verwandeln sich hier langsam in einen Löwen oder so etwas Aehnliches Ihr Haar erinnert an Adlerfedern Ob Ihre Nägel schon gewachsen sind wie Vogelkrallen habe ich noch nicht sehen können An dem Arm hier habe ich weder Nägel noch Finger sagte er und zog den verstümmelten Arm aus der Brust Nur noch einen Stumpf sieht furchtbar aus nicht wahr mein kleines Hannchen Nicht furchtbar sondern traurig Und traurig ist 's auch Ihre Augen anzusehen und die Narbe auf Ihrer Stirn Das Allerschlimmste daran ist man muß Sie um dieses Unglücks willen sehr liebhaben und Sie verhätscheln Ich glaubte du würdest dich entsetzen Johanna wenn du meinen Arm und mein entstelltes Gesicht sähest Was fällt Ihnen ein Doch muß ich gehen und vorerst mehr Feuer machen Können Sie es sehen wenn es im Kamin hell auflodert Ja mit dem rechten Auge sehe ich etwas wie einen rötlichen Nebel Sehen Sie auch die Kerzen Ganz matt wie helle Wölkchen Können Sie mich sehen Nein meine Elfe aber ich bin schon dankbar wenn ich dich fühle und höre Wann essen Sie zu abend Ueberhaupt nicht mehr Heute müssen Sie es tun mir zuliebe denn ich bin hungrig Ich rief Marie herbei und wir bereiteten ein schmackhaftes Nachtmahl Während des Speisens unterhielt ich ihn gut und verkürzte ihm auch nachher mit Plaudern noch eine volle Stunde Er lächelte und Freude thronte auf seiner Stirn Sein finsteres Gesicht nahm einen weichen milden Ausdruck an Eine zauberhafte Stunde sagte er die ich jetzt mit dir verlebe Kein Mensch kann sich vorstellen was für ein düsteres leeres trost und hoffnungsloses Leben ich seit Monaten führe Ich tat nichts mehr Ich merkte von Tag und Nacht nichts mehr wohl fühlte ich Kälte wenn das Feuer erlosch und Hunger wenn ich zu essen vergessen hatte aber das einzig Dauernde war für mich ein niemals endender Schmerz ein manchmal bis zum Wahnsinn gesteigertes Verlangen meine Johanna noch einmal wiederzusehen Ich sehnte mich nach ihr weit mehr als nach dem verlorenen Augenlicht und nun ist sie bei mir und sagt mir sie liebt mich Wird sie nicht ebenso plötzlich verschwinden wie sie gekommen ist Ich fürchte morgen ist sie nicht mehr da Ich fühlte es sei das beste auf diese Worte mit