einem häuslichen Herde Er hatte recht den Beruf eines Missionars zu wählen Sie kommen sie kommen rief Hannah und riß die Tür auf Der alte Carlo sprang bellend auf und schoß hinaus Es war dunkel geworden Ich eilte vor die Tür und hörte deutlich das Rollen von Rädern Hannah zündete eine Laterne an Der Wagen fuhr vor der Kutscher öffnete Diana und Mary sprangen heraus Sie küßten mich lachten und weinten in einem Atem und saßen im nächsten Moment am warmen Herde Sie waren von der Fahrt zur kalten Winterzeit wie gerädert und halb erfroren aber in der behaglichen Stube tauten sie rasch auf Nun kam auch St John begrüßte sie mit einem ruhigen leidenschaftslosen Kusse und sprach einige wenige leise Worte des Willkommens Nach ein paar Minuten schien ihm der Tumult zu groß zu sein und er kehrte in das Wohnzimmer zurück Nun ging es an die Besichtigung des Hauses Jetzt wurde mir erst mein Lohn zuteil die Freude der Schwestern kannte keine Grenzen Wir wurden in unserm Jubel glücklicherweise auch nicht mehr durch St John beeinträchtigt denn er wurde zu einer kranken Frau gerufen die man dem Tode nahe glaubte Ich fürchte die ganze nächste Woche stellte seine Geduld auf eine harte Probe denn wir Frauen vertändelten die Zeit mit sorglosem Geplauder Diana und Mary erholten sich erst einmal an der gesunden freien Landluft St John sprach kein Wort gegen unser fröhliches Nichtstun aber er verließ das Haus so oft es anging und durchstreifte stundenlang seine Gemeinde Kranke und Arme besuchend Eines Tages fragte Diana ihn ob sein Vorsatz noch immer unverändert sei Unverändert und unabänderlich antwortete er und teilte uns nun mit daß er bestimmt anfangs des nächsten Jahres abreisen würde Und Rosamund Oliver fragte Mary St John las in einem Buche und blickte auf Rosamund Oliver antwortete er wird sich demnächst mit Sir Frederik Granby einem reichen Erben verheiraten Ihr Vater hat es mir gestern mitgeteilt Wir drei Frauen sahen ihn erstaunt an er war kalt und still wie ein Marmorbild Sie müssen sich sehr rasch verlobt haben sagte Diana Sie kann ihn erst seit kurzem kennen Seit zwei Monaten Im Oktober sind sie auf einem Ball einander vorgestellt worden Es sind keine Hindernisse die Ehe erscheint vorteilhaft und wünschenswert also ist auch kein Aufschub nötig Ich war fast willens ihn zu fragen ob er nun unglücklich sei aber er schien der Sympathie so wenig zu bedürfen daß ich nichts dazu sagte In der letzten Zeit hatte ich auch schon wieder alle Uebung verloren zwanglos mit ihm zu sprechen er war in seine alte Zurückhaltung verfallen so daß unter der Eiskruste seines Wesens meine Offenherzigkeit wieder erfroren war Sein Versprechen mich als seine dritte Schwester zu behandeln hielt er nicht fortwährend machte er zwischen mir und seinen eigentlichen Schwestern kleine feine Unterschiede die mich befremdeten Ja ich empfand jetzt wo unsere Verwandtschaft sich herausgestellt hatte eine weit größere Kluft zwischen mir und ihm als jemals in unsern Beziehungen geherrscht hatte Selbst als Dorflehrerin hatte ich ihm