einem verheiratheten Missionär sprechen dessen Frau eine Gehülfin braucht Ihr eigenes Vermögen wird Sie von der Unterstützung der Gesellschaft unabhängig machen und Sie können sich so die Unehre ersparen Ihr Versprechen zu brechen und die Fahne zu verlassen der zu solchen Sie sich verpflichtet haben Nun aber hatte ich wie der Leser weiß nie ein förmliches Versprechen gegeben und mich auch zu Nichts verbindlich gemacht und es war diese Sprache daher viel zu hart und viel zu despotisch Ich antwortete ‘Hier kann es sich von keiner Unehre handeln von keinem Bruche eines Versprechens von keinem Ausreißen Ich habe mich nicht im Geringsten verbindlich gemacht nach Indien zu gehen insbesondere nicht mit Fremden Mit Ihnen würde ich viel gewagt haben weil ich Sie bewundere auf Sie mein Vertrauen setze und Sie wie eine Schwester liebe allein ich bin überzeugt daß ich in jenem Himmelsstriche nicht lange am Leben bleiben würde wenn und mit wem ich auch gehen möchte ‘Sie fürchten für Ihr Leben sagte er seine Lippe kräuseind ‘Ja ich fürchte dafür Gott hat mir nicht das Leben geschenkt um es wegzuwerfen Und zu handeln wie ich nach Ihrem Willen handeln soll käme wie ich zu denken anfange fast einem Selbstmorde gleich Ueberdieß will ich ehe ich mich definitiv entschließe England zu verlassen mich erst überzeugen ob ich mich nicht nützlicher machen kann wenn ich hier bleibe als wenn ich in ein fremdes Land gehe 'Was wollen Sie damit sagen Es wäre vergebens es zu erklären zu suchen aber es ist ein Punkt worüber ich lange in peinlichem Zweifel gewesen bin und ich kann nirgends hingehen so lange dieser Zweifel in irgendeiner Weise nicht beseitigt wird.’ Ich weiß wohin Ihr Herz sich wendet und voran es festhält Das Interesse das Sie nähren ist ein unerlaubtes unheiliges Schon längst hätten Sie dasselbe aus Ihrem Herzen vertilgen sollen jetzt sollten Sie erröthen sich schämen auch nur darauf anzuspielen Sie denken an Herrn Rochester ’ Es war die Wahrheit Ich bekannte es durch mein Schweigen ‘Wollen Sie Herrn Rochester aussuchen ’ ‘Ich muß wissen was aus ihm geworden ist.’ So bleibt mir denn ’ sagte er ‘nur noch übrig Sie in mein Gebet einzuschließen und Gott für Sie erneut zu bitten daß Sie nicht eine Verworfene werden Ich hatte in Ihnen eine der Auserwählten zu erkennen geglaubt Aber Gottes Wege sind die Wege der Menschen.’ Er öffnete das Pförtchen ging durch dasselbe und entfernte sich in der Richtung der Schlucht Bald war er nicht mehr zu sehen Als ich wieder in das Empfangzimmer trat fand ich Diana wie sie am Fenster stand Sie sah sehr gedankenvoll aus Diana war viel größer als ich sie legte ihre Hand auf meine Schulter und prüfte indem sie sich zu mir neigte mein Gesicht Jane ’ sagte sie ‘Du bist stets aufgeregt und jetzt blaß Ich bin gewiß es ist nicht Alles in der Ordnung Erzähl mir was Du und St John mit einander auszumachen haben Ich habe euch diese ganze halbe Stunde vom Fenster aus betrachtet Du