recht gut zurecht kommen werde.’ ‘Vielleicht aber hat Ihre Hütte haben Ihre Möbeln hat die ganze Einrichtung Ihren Erwartungen nicht entsprochen Es sind dieselben zwar spärlich und ärmlich genug jedoch ‘ Ich fiel ein Meine Hütte ist reinlich und schützt vor Wind und Wetter das Hausgeräthe ist ausreichend und bequem Alles was ich sehe hat mich dankbar nicht zur Verzweiflung gestimmt Ich bin keine solche Thörin ukd bin nicht so in Sinnlichkeit versunken um einen Fußteppich ein Sopha und Silbergeschirr schmerzlich zu vermissen zudem hatte ich ja vor fünf Wochen Nichts absolut Nichts ich war eine Verbannte eine Bettlerin eine Vagabundin und nun habe ich Bekannte eine Heimath eine Beschäftigung Ich wundere mich über die Güte Gottes den Evelmuth meiner Freunde und mein glückliches Loos Ich gräme mich nicht ’ Aber Sie fühlen daß die Einsamkeit Sie darniederdrückt Das Häuschen dort hinter Ihnen ist finster und leer ’ Ich habe noch nicht recht Zeit gehabt mich in meiner Ruhe behaglich zu fühlen viel weniger aber Zeit mich mit dem Gedanken zu plagen daß ich einsam sei Ganz gut ich hoffe Sie fühlen die Bebeutung der Worte die Sie aussprechen auf jeden Fall wird Ihnen Ihr Verstand sagen daß es noch zu früh ist der unbestimmten Furcht von Loths Weib sich hinzugeben Was Sie verlassen hatten ehe ich Sie sah weiß ich natürlich nicht ich rathe Ihnen aber standhaft jeder Versuchung zu widerstehen die Sie geneigt machen könnte auf die Vergangenheit zurückzublicken verfolgen Sie mit Standhaftigkeit Ihre gegenwärtige Laufbahn wenn auch nur für einige Monate.’ Das ist es auch was ich thun will ’ erwiderte ich St John fuhr also fort Es ist eine harte Arbeit die Neigungen zu zähmen und den Trieben unserer Natur eine andere Richtung zu geben allein man kann es doch thun ich weiß es aus Erfahrung Gott hat uns bis zu einem gewissen Grade die Macht gegeben unser Schicksal so oder anders zu bestimmen und wenn unsere Kräfte eine Nahrung zu fordern scheinen die sie nicht erlangen können wenn unser Wille uns auf einen Pfad hintreiben will den wir nicht verfolgen sollen so brauchen wir weder zu verhungern noch zu Verzweiflung still zu stehen Wir dürfen alsdann nur eine andere Nahrung für den Geist suchen eine Nahrung so stark wie die verbotene Speise wornach er verlangte — und vielleicht reiner und für den in der Irre umhergehenden Fuß einen Weg bahnen so gerad und breit wie der den das Schicksal uns verrammelt hat wenn derselbe auch rauher ist.’ Vor einem Jahre war ich selbst in hohem Grade unglücklich weil ich der Meinung war ich hätte mich geirrt indem ich mich dem geistlichen Stande gewidmet die einförmigen Pflichten desselben quälten mich fast zu Tode Es verlangte mich nach dem thätigeren Leben der Welt nach den aufregenderen Mühen einer schriftstellerischen Laufbahn nach der Bestimmung eines Künstlers Schriftstellers Redners nach Allem mehr als nach dem Berufe eines Priesters ja das Herz eines Politikers eines Soldaten eines Mannes der nach Ruhm Ehre und Gewalt strebt schlug unter meinem Priestergewande Mein