quälenden Reue und einer eisigen Gegenwirkung sich auszusetzen Ein Haufen brennenden Heidekrauts glühend allverzehrend wäre ein passendes Sinnbild für meinen Geist gewesen als ich Mistreß Reed anklagte und bedrohte derselbe Haufen schwarz und ausgebrannt nachdem die Flamme erloschen würde meine darauf folgende Gemüthsstimmung in passender Weise dargestellt haben als ein halbstündiges Stillschweigen und Nachdenken mir das Wahnsinnige meiner Handlungsweise und die Trostlosigkeit meines gehaßten und hassenden Verhältnisses gezeigt hatte Zum Erstenmale hatte ich geschmeckt was Rache heißt wie warmer und starker würziger Wein schien sie mir beim Hinunterschlucken ihr Nachgeschmack metallisch und beißend verursachte mir eine Empfindung als wäre ich vergiftet worden Herzlich gern hätte ich nun Mistreß Reed um Verzeihung gebeten aber ich wußte theils aus Erfahrung theils ans Instinkt daß ich auf diesem Wege mich ihrer Verachtung und Zurückweisung doppelt aussetzen und so abermals jeder unruhige Drang meiner Natur wieder vollen Spielraum erhalten werde Ich wollte gern eine edlere Fähigkeit üben als die des heftigen Redens ich wollte gern Nahrung finden für ein minder satanisches Gefühl als das der finstern Empörung Ich griff nach einem Buche — es waren arabische Mährchen setzte mich nieder und wollte lesen Ich konnte keinen Sinn in die Sache bringen meine eigenen Gedanken schwammen stets zwischen mir und dem Buche hin und her das ich sonst so bezaubernd gefunden hatte Ich machte eine Glasthüre in dem Frühstückzimmer auf das Gebüsch war lautlos überall herrschte der Frost unbezwungen durch Sonne oder ein laues Lüftchen Ich bedeckte meinen Kopf und meine Arme mit dem Saume meines Rockes und ging hinaus um in einem ganz einsamen Theile der Anpflanzung mich zu ergehen aber ich fand kein Vergnügen an den stillen Bäumen an den abgefallenen Tannenzapfen den übereisten Ueberresten des Herbstes an röthlichen Blättern die Winde früher in Haufen zusammengeweht hatten und die nun durch den Frost fest miteinander verbunden worden waren Ich lehnte mich an ein Thör pp 52-53 two pages missing Wie Sie mich nicht mögen Bessie ’ Ich mag Sie wohl leiden Miß ich glaube ich habe Sie lieber als die andern Alle.’ ‚Ich sehe aber Nichts davon.’ Sie kleines schlaues Ding Sie sprechen ja auf einmal ganz anders Was macht Sie so verwegen und dreist ’ Nun ich werde ja bald nicht mehr bei Ihnen sein und zudem —‘ Eben wollte ich Etwas von dem sagen was zwischen mir und Mistreß Reed vorgefallen war plötzlich besann ich mich eines Andern und dachte es wäre wohl besser wenn ich davon schwiege Sie sind also froh daß Sie mich verlassen können ’ Ganz und gar nicht Bessie denn gerade jetzt thut es mir fast leid.’ Gerade jetzt Wie kalt sagt das doch meine kleine Dame Wollte ich Sie jetzt um einen Kuß bitten ich wette Sie würden mir keinen geben Sie würden mir vielleicht sagen Sie möchten lieber nicht.’ ‚Von Herzen gern will ich Sie küssen neigen Sie nur Ihren Kopf zu mir herab.’ Bessie neigte sich zu mir nieder wir küßten uns gegenseitig und ich folgte ihr ganz getröstet in das Haus Dieser Nachmittag